Nanogate weiterhin mit starkem Wachstum

Der Oberflächen-Spezialist Nanogate hat seinen Expansionskurs in 2017 fortgesetzt und will auch im laufenden Jahr kräftig wachsen. (Foto: psdesign1 - Adobe.com)

Heute habe ich in der Nähe von Frankfurt eine Analystenkonferenz besucht, auf der sich zahlreiche kleine und mittelgroße börsennotierte Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum präsentiert haben. Eines dieser Unternehmen ist Nanogate.

Über Nanogate habe ich in der Vergangenheit bereits einige Male geschrieben. Da zwischenzeitlich jedoch einiges passiert ist, möchte ich heute ein weiteres Mal über das Unternehmen berichten. Bevor ich auf die jüngsten Entwicklungen, das aktuelle Zahlenwerk und die Zukunftsaussichten eingehe, stelle ich Ihnen die Nanogate AG kurz vor.

Nanogate im Kurzportrait

Die Nanogate AG ist in Deutschland der Spezialist für innovative Oberflächen. So bietet Nanogate beispielsweise Beschichtungen für Kunststoff-Oberflächen an, die von der Optik her so edel wirken wie die Glasoberfläche des iPhones von Apple.

Der Vorteil der Nanogate-Oberflächen ist, dass sie kratz- und bruchfest sind. Auch die Witterungs- und Chemikalien-Beständigkeit von Oberflächen kann durch Nanogate-Technologie deutlich verbessert werden.

So verhindert sie z. B. die Bildung von Beschlag auf Helmvisieren, wodurch die Sichtverhältnisse und somit die Sicherheit eines Motorradfahrers stark verbessert werden.

Nanogate übertrifft eigene Prognose deutlich

Nanogate hat vor wenigen Tagen vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Das Unternehmen hat die eigene Prognose dabei deutlich übertroffen. Doch der Reihe nach: Die Nanogate SE steigerte den Umsatz gemäß vorläufiger und noch ungeprüfter Zahlen um mehr als 60% auf mindestens 185 Mio. Euro.

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Dazu trugen nach Angaben des Unternehmens die anhaltend starke Nachfrage und die neue US-Mehrheitsbeteiligung Nanogate Jay Systems bei. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich trotz Transaktions- und Integrationskosten für Übernahmen von 12,4 auf mehr als 21 Mio. Euro.

Für 2018 erwartet das Nanogate-Management, wie bereits im Januar angekündigt, einen Umsatzanstieg auf mehr als 220 Mio. Euro, während sich der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) trotz Transaktions- und Integrationskosten in siebenstelliger Höhe auf mehr als 24 Mio. Euro erhöhen soll.

Nanogate-Chef Ralf Zastrau äußerte sich wie folgt zum vorläufigen Zahlenwerk: „Nanogate blickt auf eine hervorragende Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 zurück. Der Umsatz- und Ergebnissprung ist auch auf die neue US-Beteiligung Nanogate Jay Systems zurückzuführen, die wir schnell in den Konzern integrieren konnten.“

Fazit: Ein interessanter Wachstumswert

Aufgrund der starken und zuletzt auch erfolgreichen Expansion (vor allem durch Übernahmen) bleibt die Nanogate AG aus meiner Sicht ein interessanter Wachstumswert.

Zwar ist die Nanogate-Aktie aktuell mit einem hohen zweistelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ambitioniert bewertet, doch das starke Wachstum relativiert die hohe Bewertung.

Eine Investition in die Nanogate-Aktie ist sicherlich mit einigen Risiken verbunden, dafür könnten hohe Gewinne winken, wenn das Unternehmen seine ambitionierten Wachstumsziele in Zukunft erreichen sollte.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.