Ne Menge los!

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Nach den Zinssenkuingen bereits neue Unsicherheiten! Was ist zu erwarten und wie wird der DAX reagieren? Worauf Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Die beiden Zinsentscheidungen der Notenbanken EZB und FED liegen hinter uns und hatten rund um den Globus Nachahmer. Viele Notenbanken haben nachgezogen und Ihren Leitzins angesichts des Gegenwindes in der Konjunktur oder zu niedriger Inflation ebenfalls gesenkt.

Das wurde grundsätzlich positiv von den Aktienmärkten aufgenommen. Doch in dieser Woche haben wir mal wieder eine „Trump-Woche“ zu überstehen.

Denn der US-Präsident twitterte erneut. Sprach er kürzlich noch von einer definitiv bevorstehenden Einigung im Handelsstreit mit China, so änderte er kurzerhand wieder seine Meinung! Dass dies nicht besonders staatsmännisch und vertrauenserweckend ist, brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen! Die Aktienmärkte quittierten dies mit sinkenden Kursen.

Aber seit heute Nacht schwebt ein neues Damoklesschwert über den Märkten. Die Demokraten haben ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump angeregt. Und das wird jetzt extrem spannend! Denn sollte es tatsächlich zu einem so genannten „Impeachment-Verfahren“ kommen, dann dürften die Anleger vor dem riesengroßen Fragezeichen stehen: „Was passiert dann mit den Aktienkursen, wenn er abgesetzt werden würde?“

Ich kann Ihnen diese Frage auch nicht beantworten, aber wenn man bedenkt, dass die US-Aktienkurse seit Trump nach oben gepusht wurden, dann kann es durchaus zu Gedankenspielen kommen, die negativ für den US-Aktienmarkt wären.

Auch in Sachen Brexit herrscht weiter Unklarheit. Die Parlamentsbeurlaubung durch Boris Johnson wurde aufgehoben und jetzt darf wieder gerätselt werden, wie es denn weitergeht!

Fazit: Die Unsicherheit ist zurück! Sie sollten sich ebenfalls in Geduld üben und zunächst zurückhalten!

Schauen wir auf den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Kurzfristiger Aufwärtstrendkanal gebrochen!

Im 1-Monatschartbild vom DAX können Sie den Bruch des steilen Aufwärtstrendkanals (blaue Trendlinien) gut erkennen (roter Kreis). Seitdem scheint er einen neuen kurzfristigen Abwärtstrend zu etablieren.

Als Fazit ist klar:

Nach oben muss nach Überwinden dieses Abwärtstrends (roter Trendkanal) das vorherige Top bei 12.500 rausgenommen werden, bevor es weiter nach oben gehen kann.

Nach unten sollte die 11.850er Unterstützung (grüne Linie) halten! Sie bietet einen guten Halt, welches aber auch implementiert, dass ein Bruch dieser Unterstützung ganz dunkle Wolken aufziehen lässt!

Achten Sie also auf diese Marken!

Schauen wir in den mittelfristigen 1-Jahres-Chart vom DAX:

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Herbstwirbel!Der Herbst ist ungemütlich. Aber warten Sie es ab! Was ist zu erwarten und ab wo wird der DAX beschleunigen? Worauf Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! › mehr lesen

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Unentschieden!

Der erweiterte breite Aufwärtstrendkanal in 2019 (blauer Trendkanal) ist weiterhin voll intakt. Als Gegenpart bildet sich zurzeit ein innenliegender Abwärtstrend (roter Trendkanal).

Damit bildet die obere Begrenzung des Abwärtstrends mit der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends ein Dreieck aus (schraffierte Linien)! An den Grenzen dieses Dreiecks, welches zeitlich etwa bis Januar reicht, wird sich entscheiden, wo die Reise hingeht!

Dazwischen liegt noch die gute Unterstützung an der überwundenen 11.850er Marke (grüne Unterstützungslinie).

Fazit mittelfristig:

Aktuell ist die Lage unentschieden! Sie sollten erst aktiv werden, wenn oben die rote Begrenzung überwunden werden kann oder unten die 11.850er Marke bzw. blaue Begrenzung fällt. Dazwischen rate ich zum Schaukelstuhl!

Abschließend noch der langfristige 15-Jahres-Chart vom DAX:

DAX-Chart 15 Jahre (Wochenbalken)

Trotz Rücksetzer keine Veränderung zur Vorwoche!

Der Index hat immer noch gute Chancen, die heftige Korrektur aus 2018 jetzt mit einer so genannten schrägen W-Doppelboden-Formation zu beenden!

Ein Sprung über die 12.650er Hürde ist allerdings erst einmal aus kurzfristiger Handelsperspektive hintenanzustellen.

Als Ziele oben stünden zwar dann die 13.250 (Hochpunkt aus Frühsommer 2018) und sogar die 13.700 (Allzeithoch) auf dem Plan, aber aktuell geht es mehr darum, die wichtige 11.850er Marke zu halten (grüne Unterstützung)!

FAZIT:

Zurzeit zu viel Unsicherheit am Markt! Raushalten, bis die wichtigen Marken tatsächlich erreicht und über- bzw. unterboten werden.

Erst bei signifikantem Überwinden der 12.650er Marke ist der W-Boden geschafft und eröffnet Potenzial bis 13.250 bzw. 13.700! Achten Sie darauf. Sollten Turbulenzen auftreten, dann behalten Sie die 11.850 Punkte als Unterstützung im Auge.


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!