Negative Überraschungsserie hält an

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Noch immer dominieren negative Meldungen von der Konjunkturfront das Geschehen. Die Serie an negativen Überraschungen mag einfach nicht abreißen. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Des Öfteren haben wir an der Stelle schon darauf hingewiesen, dass die Heerschar der Experten ihre Erwartungshaltung noch immer nicht wirklich an die neue konjunkturelle Lage nach unten hin angepasst hat. Anders ausgedrückt: Noch immer lässt sich die Mehrheit der Ökonomen negativ von Nachrichten von der Konjunkturfront überraschen. In der vergangenen Woche konnte man dieses Phänomen sehr schön beobachten.

Deutsche Industrie bleibt Sorgenkind

Reuters meldete, dass die deutsche Industrie im Monat Mai erneut überraschend weiter an Fahrt verloren habe. Überraschend zumindest für die Mehrheit der sog. „Experten“. Dieses Ergebnis ging aus der monatlichen Unternehmensumfrage des Instituts IHS Markit hervor. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie sank um 0,1 auf 44,3 Punkte. Von Reuters im Vorfeld der Umfrage befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf 44,8 Zähler erwartet.

Damit hat sich das Barometer noch weiter von der Wachstumsschwelle von 50,0 Punkten entfernt. Anders und härter formuliert wird damit ein abermals verschärfteres Schrumpfen der deutschen Industrie angezeigt. Enttäuschend fiel auch das Ergebnis bei den Dienstleistern aus. Hier sank der entsprechende Einkaufsmanagerindex um 0,7 auf 55,0 Punkte.

Phil Smith vom Markit-Institut merkte in dem Kontext an, dass es Audruck der Furcht sei, dass nun auch das Barometer für den Servicesektor an Stärke verloren habe. Hier geht es ganz klar um die Sorge, ja Furcht, dass auch die Dienstleister in den Sog des internationalen Handelsstreits geraten könnten.

Ja, liebe Leser, nur einen Tag später kam aus München vom Ifo-Institut eine weitere Hiobsbotschaft. Tenor ist demnach, dass die Frühjahrsbelebung der deutschen Wirtschaft wegen der globalen Konjunkturschwäche auszufallen droht. Reuters schreibt, dass die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Mai auf den tiefsten Stand seit November 2014 abgesackt sei. Das ging aus der monatlichen Umfrage unter 9.000 Managern hervor.

Interessant ist ebenfalls, dass Ifo auch gleichzeitig betonte, dass die Flaute der Industrie zunehmend auf die Dienstleister übergreifen würde. Diese hätten ja bisher noch für Rückenwind sorgen könnnen. Die DZ Bank in Frankfurt merkte in dem Kontext an, dass die Antriebskräfte für die deutsche Konjunktur zu erlahmen drohen. Spannend ist ferner, dass die Expertenwelt immer noch nicht wirklich eine Rezession auf dem Schirm hat. Wir halten insofern klar dagegen. Die Zeichen stehen eindeutig auf Sturm, ja auf Rezession. Bereiten Sie sich und ihr Vermögen bestmöglich auf ebensolche vor. Wir helfen Ihnen sehr gerne dabei.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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