Gold: So werden Negativzinsen den Goldpreis antreiben

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Wenn die Zinsen ins Negative rutschen, ist das positiv für Gold. Ein Ende der niedrigen Zinsen ist zudem nicht in Sicht. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Negativ-Zinsen breiten sich immer weiter aus; das gilt insbesondere auch für Staatsanleihen.

Erst vergangene Woche sind neue Bundesanleihen auf den Markt gekommen mit 10-jähriger Laufzeit und erstmals einen negativen Zins.

Der liegt zwar nur bei 0,05%, aber es geht hier mehr um das verheerende Signal für die Finanzmärkte.

Aber die Auswirkungen der Negativ-Zinsen gehen weiter: Bei etlichen Banken sind die Renditen für Tagesgeld-Konten mittlerweile bei 0.

Hier scheuen sich noch viele Finanz-Institute, tatsächlich in den negativen Bereich zu gehen. Doch im Endeffekt liegt die Rendite schon lange im negativen Bereich.

Dazu muss man sich die Realzinsen genau anschauen. Wenn auch noch einige Zinssätze im positiven Bereich notieren: Wenn dann die Inflationsrate davon abgezogen wird, geht es in den negativen Bereich.

1.500 Dollar ist jetzt schon realistisches Preisziel beim Gold

Genau das ist ein positiver Aspekt für Gold. Darauf haben jetzt wieder die Experten von RBC Capital Markets hingewiesen:

Je länger und je stärker die Negativ-Zinsen am Markt anhalten, desto attraktiver wird Gold. Realzinsen von -1% haben die Experten nun ein Preisziel für Gold von 1.546 Dollar ausgerechnet.

Für 2017 hat RBC Capital Markets nun den Goldpreis-Bonus von 1.300 auf 1.500 Dollar angehoben. Die Marke von 1.500 Dollar sehen auch die Experten der Bank of America als realistisches Ziel beim Gold an.

Doch noch viel spannender ist der Ausblick der Bank of America bzgl. Silber. Hier halten die Experten sogar ein Überschreiten der 30 Dollar-Marke für möglich.

Ein schwacher Dollar und eine weiter ansteigende Nachfrage aus Asien sollten den Goldpreis in diesem Jahr weiter antreiben. Diese Ansicht vertreten Experten der Citigroup aus den USA.

Newmont Mining Zahlen bieten jetzt erste Orientierung

Während die großen Indices in den USA in der vergangenen Woche neue Rekordstände erreicht haben, korrigiert der Goldpreis doch deutlich. Allerdings sehe ich das nur als eine temporäre Schwäche an.

Für die breite Marktstimmung wird ganz entscheidend sein, wie die großen Goldminen das 2. Quartal operativ hinter sich gebracht haben.

Dazu werden in den nächsten Tagen mehr erfahren, denn heute nach Börsenschluss legt Newmont Mining die aktuellen Zahlen zum 2. Quartal 2016 vor. Wie diese ausgefallen sind, werden sie schon morgen an dieser Stelle erfahren.

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Heiko Böhmer
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