Nestlé-Aktie: 3 Gründe die Aktie zu kaufen

Nestlé ist eine feste Größe – im Supermarkt-Regal wie im Aktiendepot. Auch das Wachstum kriegen die Schweizer in den Griff. (Foto: Craig Russell / Shutterstock.com)

Es gibt Konzerne, an denen kommt man nicht vorbei. Gleiches gilt für Aktien.

Beides trifft auf den Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé und seine Aktie zu: Gegessen wird immer, getrunken sowieso.

Mit seinem Vertrieb in 191 Ländern weltweit ist Nestlé global so gut wie überall vertreten – und das mit einiger Marktmacht.

Denn es sind nicht 3 oder 4 Produkte der Schweizer, die im Supermarkt-Regal stehen.

Nein, es sind ganze Regalmeter, die sich allein mit Marken aus dem Hause Nestle befüllen lassen. Allen voran zählt Maggi zu den bekanntesten und wichtigsten Umsatzbringern.

Nestlé : Auch ein gigantischer Getränke-Lieferant

Darüber hinaus hat sich Nestlé mit dem löslichen Nescafé und dem Kapsel-System Nespresso zum weltgrößten Kaffee-Hersteller gemausert – und feilt in diesem Segment nun an Wachstums-Strategien.

So rückt der Konzern inzwischen ein Stück weit von der ursprünglich gewollten Exklusivität der Nespresso-Boutiquen ab:

Gab es anfangs nur sehr wenige Filialen in exklusiver Lage und ausgewählten Großstädten, eröffnen inzwischen immer mehr Shops.

Nach wie vor kann man die originalen Kaffeekapseln ausschließlich dort oder über den Online-Versand erwerben; ein bisschen Exklusivität hat man sich also doch noch gesichert.

Mit Vittel und weiteren Mineralwasser-Marken partizipiert Nestlé zudem an einem der wichtigsten Zukunftsmärkte, der Trinkwasser-Versorgung.

Diese gilt im Zusammenhang mit Klimawandel und globalem Bevölkerungs-Wachstum als eine der wesentlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.

Organisches Wachstum soll angekurbelt werden

Der Start ins neue Jahr ist ebenfalls geglückt:

Im 1. Quartal 2017 verbuchte Nestlé ein organisches Wachstum von 3,2%. Besonders gut liefen die Geschäfte in den Schwellenländern.

Das Ziel von 5% organischen Wachstums, das vor einigen Jahren ausgegeben und seither regelmäßig verfehlt wurde, haben die Schweizer indes nicht aufgehoben, sondern lediglich aufgeschoben:

Bis 2020 soll es erreicht werden; helfen sollen dabei Umstrukturierungen und Kosten-Einsparungen.

Für Anleger ist außerdem spannend, dass die Nestlé-Aktie erst in diesem Monat ein neues Allzeithoch bei gut 76 € erreicht hat – und trotz kurzfristiger Gewinn-Mitnahmen auch kaum dahinter zurückfiel.

Auf Jahressicht verbucht das Papier damit einen Aufschlag von rund 15%, in den vergangenen 3 Jahren ging es um 33% nach oben.

Nestlé-Aktie: Stabile Werte

Die Nestlé-Aktie gilt dabei als eher defensiver Wert, der zwar nicht rasant, dafür aber recht stetig ansteigt.

Zudem gilt er dank des starken Produkt-Portfolios, der globalen Präsenz und des allgemein konjunkturunabhängigen Lebensmittel-Geschäfts als stabil und krisenfest.

Besonderes Bonbon aus Sicht der Anleger ist zudem die Dividende. Auf die ist selbst dann Verlass, wenn sich der Aktienkurs mal eine Weile im Seitwärts-Modus befindet.

Analysten empfehlen die Nestle Aktie zuletzt mehrheitlich zum Kauf, sie sehen ein klares, wenn auch moderates Aufwärts-Potenzial.

2017-06-02 Nestle

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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