Nestle Aktie: Ein weiterer Dividenden-Champion aus der Schweiz

In dieser Woche befand ich mich auf einer dienstlichen Reise in die Schweiz, von der ich gestern Abend zurückgekehrt bin. Ich habe dort viele gute und interessante Gespräche mit Managern, Analysten und Vermögensverwaltern rund um das heiße Thema „Franken-Aufwertungs-Schock“ geführt.

Bevor ich Ihnen gleich im Rahmen meiner kleinen „Schlussgong“-Serie einen weiteren internationalen Dividenden-Champion – passenderweise aus der Schweiz – vorstellen werde, möchte ich meine Erkenntnisse der Schweiz-Reise kurz für Sie zusammenfassen.

Die Experten waren sich einig, dass aus fundamentaler Sicht der faire Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken bei 1,28 bis 1,32 liegen müsste.

Die meisten Gesprächspartner erwarten jedoch, dass sich der Wechselkurs in nächster Zeit bei rund 1,10 einpendeln wird, da unter anderem die Griechenland-Krise einen Risikoabschlag für den Euro erfordert.

Weiterhin ergab sich aus den Gesprächen die Einschätzung, dass Anleger nach dem Franken-Schock zunächst rund 3 Monate abwarten müssen, um zu halbwegs gesicherten Erkenntnissen zu kommen, wie die Devisen-, Anleihen- und Aktienmärkte auf die neue Situation reagieren.

Die Franken-Aufwertung ist für Sie kein größeres Problem, wenn Sie auf global agierende und krisenerprobte Schweizer Unternehmen wie den Dividenden-Champion Nestlé setzen.

Am Anleihenmarkt hat sich diese Erkenntnis schon durchgesetzt. Dort hat eine Flucht in Nestlé-Anleihen eingesetzt. Direkt am ersten Tag in der Schweiz sprang mir in einer Wirtschaftszeitung folgende Schlagzeile ins Auge: Negativ-Verzinsung bei Nestlé-Anleihen.

Der konkrete Fall: Wer an dem Tag Anleihen des Schweizer Nahrungsmittelgiganten gekauft hat, musste nicht nur auf eine positive Zinsrendite verzichten, sondern erhält am Ende der Laufzeit weniger Geld zurück als beim Kauf. Die Käufer sehen in Nestlé den ultimativen Sicherheitsanker.

Nestlé ist ein Top-Unternehmen, aber warum investieren Anleger in Anleihen und nicht in Aktien des Unternehmens?

Traumrenditen mit Langweiler-Aktien

Die Dividenden-Rendite, die Käufer der Nestlé-Aktie erhalten, wenn sie heute einsteigen und im Frühjahr 2015 die erste Dividende vom Schweizer Unternehmen kassieren, liegt bei rund 3%. Das ist angesichts der Mini-Renditen am Zinsmarkt sehr attraktiv, aber auch noch nicht weltbewegend.

Ganz anders sieht diese Dividenden-Rechnung aus, wenn Sie berücksichtigen, dass Nestlé regelmäßig die Dividende steigert (zuletzt 18 Mal in Folge!), der einmal gezahlte Kaufpreis für die Aktie aber konstant bleibt.

Mit jeder Dividendenerhöhung steigt Ihre persönliche Dividenden-Rendite! Nach einigen Jahren erreichen Sie so selbst mit der „langweiligen” Nestlé-Aktie Traumrenditen.

Dividenden-Renditen von bis zu 158%

Die Dividenden füllen automatisch Ihr Konto. Sie brauchen dafür nichts zu tun. Hier eine Musterrechnung mit den aktuellen Dividendenwerten aus dem Jahr 2014:

Ein Nestlé-Aktionär, der seine Aktien bereits im Jahr 1959 erworben hat, konnte sich im Jahr 2014 über eine Dividenden-Rendite von 158% freuen. Das bedeutet, dass sein Gewinn, den er durch eine einzige Dividenden-Zahlung im Jahr 2014 erzielt hat, beim eineinhalbfachen des ursprünglich je Aktie bezahlten Preises lag.

Wie das geht? Er hat im Jahr 1959 eine Nestlé-Aktien für 1,36 Schweizer Franken (CHF) gekauft und erhielt im Jahr 2014 exakt 2,15 CHF Dividende je Aktie. Das Erfolgsgeheimnis ist, dass Nestlé seit 1959 regelmäßig die Dividenden erhöht hat.

Davon profitieren aber nicht nur Alt-Aktionäre, sondern auch Aktionäre, die wesentlich später gekauft haben. Nestlé-Aktionäre, die vor 20 Jahren, im Jahr 1994, Aktien zum Preis von je 12,47 CHF erworben haben und im Frühjahr 2,15 CHF je Aktie ausgeschüttet bekamen, konnten sich über 17,2% Dividenden-Rendite freuen.

Und selbst diejenigen, die erst vor 10 Jahren zu einem Kurs von 29,75 CHF eingestiegen sind, erreichten im Frühjahr 2014 eine attraktive Dividenden-Rendite von 7,2%.

Nestlé bleibt ein gutes Investment für sicherheitsorientierte Anleger

Die Nestlé-Aktie bleibt für sicherheitsorientierte Sparer ein gutes Investment.  Seit über 50 Jahren steigert Nestlé regelmäßig die Dividende und in den vergangenen 18 Jahren wurde die Dividende sogar jedes Jahr erhöht.

Aufgrund der zuletzt sehr positiven Kursentwicklung wird es sicherlich an schwachen Börsentagen zu Gewinnmitnahmen kommen. Diese Kursrücksetzer bieten Ihnen dann gute Kaufgelegenheiten.

14. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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