Netflix setzt seinen Höhenflug fort

Die Fernseh-Gewohnheiten haben sich längst geändert:

Früher wurde der Gang zur Videothek beschritten, wenn man mit dem Programm nicht einverstanden war.

Heute werden dagegen die Sendungen, Filme und Serien einfach bequem vom Sofa aus gestreamt.

Der wohl größte Profiteur dieser Entwicklung ist Netflix. Wie sehr sich der Konzern dabei schon etabliert hat, zeigen die zum Wochenauftakt vorgelegten Zahlen eindrucksvoll:

Netflix: Ein Unternehmens-Portrait

Der Name des US-amerikanischen Konzerns ist eine Zusammenfassung der englischen Begriffe für Internet (net) und flicks (umgangssprachlich für Filme).

Zum Geschäftsfeld der im Jahr 1997 gegründeten Gesellschaft zählen der Verleih und die Produktion von Filmen und Serien über das Internet.

Dabei beschäftigt Netflix 4.700 Mitarbeiter.

Inzwischen ist die an der Nasdaq gelistete Gesellschaft in mehr als 190 Ländern vertreten, in denen die Nutzer täglich über 125 Mio. Std. Filme und TV-Serien genießen können.

Damit ist Netflix inzwischen der größte Internet-Entertainment-Dienst weltweit.

Quartalszahlen überzeugen

Die Zahl der Neukunden, die im 3. Quartal gewonnen werden konnten, sorgte bei der Vorlage der Zahlen zum Wochenauftakt für eine positive Überraschung:

So konnten in den letzten 3 Monaten bis Ende September 5,3 Mio. Kunden hinzugewonnen werden, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum von knapp 50% entspricht.

Derzeit verfügt der Konzern über mehr als 109 Mio. Mitglieder.

Dabei ist zu erwähnen, dass es gerade im Ausland zu hohen Zuwächsen kommt. Außerhalb des amerikanischen Heimatmarktes gab es ein Plus von 4,5 Mio. Nutzern.

Und dieses Wachstum soll sich weiter fortsetzen; bis zum Ende des Jahres werden nochmals mehr als 6 Mio. neue Nutzer erwartet.

Diese Entwicklung schlägt sich natürlich auch in den anderen Geschäftszahlen nieder:

So stiegen die Erlöse um fast 1/3 auf 3,0 Mrd. US-Dollar. Noch deutlicher sieht es beim Überschuss aus, der von 52 Mio. auf 130 Mio. US-Dollar kletterte.

Mehr Wettbewerb im Segment

Allerdings möchte ich auf eine Gefahr hinweisen: Es könnte schwierig werden, diese hohen Wachstumsraten in Zukunft zu halten.

Hintergrund hierfür ist die Entwicklung im Streaming-Geschäft: So buhlen finanzstarke Großkonzerne wie Apple, Amazon oder Disney um die Gunst der Zuschauer.

Sollte es hier zu einer „Rabattschlacht“ kommen, würde dies die Gewinne von Netflix drücken. Allerdings ist diese Gefahr, wenn überhaupt, erst mittelfristig vorhanden.

Denn, damit es gar nicht erst soweit kommt, unternimmt Netflix bereits jetzt schon einiges:

Es werden Gelder in Milliardenhöhe in die Produktion exklusiver Inhalte gepumpt, die dann nur für Netflix-User zur Verfügung stehen.

Alleine im kommenden Jahr sind Investitionen in Höhe von bis zu 8 Mrd. US-Dollar geplant, um im Wettbewerb weiterhin vorne zu sein.

Hohe Bewertung, aber weiteres Potenzial

Auch wenn die Aktie in den letzten Monaten bereits deutlich angestiegen ist, sind weitere Zuwächse denkbar.

Denn die Investoren honorieren die starke Position in einem Zukunftsmarkt und das hohe Wachstums-Potenzial.

Allerdings fällt die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2017 von knapp 170 und für 2018 von rund 90 sehr ambitioniert aus.

Daher darf sich Netflix weiterhin keine Schwäche leisten.


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18. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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