Neue Prognose: Gold bis zum Jahresende bei 1.500 Dollar

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Die Rohstoff-Experten der Commerzbank haben eine neue Goldpreisprognose veröffentlicht. Darin halten Sie einen Goldpreis von 1.500 Dollar . (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Gold hat jetzt eine starke Phase hinter sich und nun stellt sich natürlich die Frage, wie geht mit dem Preis weiter? Das zweite Halbjahr hat gerade erst begonnen und es lohnt sich tatsächlich genau darauf zu schauen, wie denn die Experten den Goldpreis beispielsweise zum Jahresende sehen.

Ganz aktuell hat hier die Commerzbank eine neue Prognose veröffentlicht. Und tatsächlich sehen die Experten die weitere Entwicklung im Jahresverlauf deutlich positiv. Bis Ende des Jahres erwarten die Commerzbank-Experten einen Goldpreis von bis zu 1.500 Dollar pro Unze.

Dabei wird es nicht geradlinig einfach bis auf die Marke von 1.500 Dollar nach oben gehen. „Selbst wenn es einige kurzfristige Rücksetzer geben sollte nach den zuletzt starken Anstieg, bleibt das Marktumfeld für Gold weiter positiv“, erklären die Commerzbank Experten.

„Die weiterhin niedrigen Zinsen und die zahlreichen politischen Krisenherde sind auf jeden Fall dafür geeignet, die Investmentnachfrage beim Gold weiter anzutreiben. Zudem erwarten unsere Währungsexperten einen schwächeren Dollar, der den Goldpreis traditionell auch stützt“, heißt es weiter in der Commerzbank Analyse.

Auch 2020 kann es beim Gold weiter nach oben gehen

Auf Basis dieser vielen positiven Faktoren für Gold heben die Commerzbank-Experten den Zielpreis für das Jahresende 2019 von 1.400 auf jetzt 1.500 Dollar pro Feinunze an. Zudem erwarten sie einen weiteren moderaten Preisanstieg im Jahr 2020.

Tatsächlich erleben wir derzeit sehr spannende Zeiten – vor allen Dingen auf dem Anleihemarkt. Auch darauf verweist die aktuelle Analyse: „Weltweit notieren derzeit Anleihen mit einem Volumen von 13,4 Billionen Dollar im negativen Bereich. Das ist ein neuer Rekordstand, der noch deutlich über dem Niveau liegt, was bei Anleihen im Juni 2016 erreicht wurde.“ Und da viele Investoren nach stetigen Renditen suchen, ist es nur verständlich, dass das Interesse am Goldpreis jetzt weiter zunimmt.“

Und tatsächlich hat ja auch zuletzt das Investmentinteresse beim Gold wieder deutlich zugenommen. Das haben die jüngsten Daten der weltweit agierenden Gold-ETFs einmal mehr unter Beweis gestellt. Das Marktvolumen im Juni 2019 ist um fast 110 Tonnen angestiegen. Das ist der größte monatliche Zuwachs in den vergangenen 3 Jahren.

Allerdings gibt es auch Gegenwind auf dem Goldmarkt: Durch die zuletzt erreichten Rekordpreise für Gold in China und Indien ist dort die Nachfrage auch etwas zurück gegangen. Es ist eben eine Sache den Goldpreis immer in US-Dollar zu betrachten. Es ist aber etwas anderes, auch auf die Entwicklung der lokalen Währung zu schauen. Selbst beim Euro ging es hier zuletzt auf den höchsten Stand seit 6 Jahren nach oben – doch vom Goldpreis-Rekord im Euro sind wir dann doch noch weit entfernt.

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