Neue Verfahren gegen Volkskrankheiten

Dividende Dividendenrendite – shutterstock_567249226

Forschung zahlt sich aus. Das beweist Eli Lilly. Wie der US-Konzern die Leiden unserer Zeit bekämpfen und Geld verdienen will. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Die sogenannten Volkskrankheiten haben ihre Bezeichnung nicht von ungefähr: Fast jeder kennt jemanden, der im Alter an Osteoporose, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch Diabetes leidet. Auch Krebs ist leider noch immer ein Thema. Glücklicherweise hat die Pharma-Branche beim Kampf gegen diese Krankheiten in den vergangenen Jahren bereits große Fortschritte erzielt. Neue Verfahren sollen gar dabei helfen, die Gebrechen überhaupt  nicht erst entstehen zu lassen.

Ein Unternehmen, das sich intensiv um die Erforschung von Medikamenten gegen sogenannte Volkskrankheiten kümmert, ist Eli Lilly. Eli Lilly & Co., mit Sitz in Indianapolis, gehört zu den zehn größten Pharmaunternehmen der Welt. Der Konzern entwickelt, produziert und vermarktet Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, Schizophrenie, Diabetes, Krebs, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch in der Tiergesundheit ist Eli Lilly aktiv. Das Unternehmen hat eine schwere Zeit hinter sich und ein Sparprogramm aufgelegt. Wie wir die Zukunft der Aktie sehen!

Immuntherapie als Ansatz für die Zukunft

Die Forschungsarbeit der vergangenen Jahre zahlt sich allmählich aus. In den ersten 9 Monaten steigerte Eli Lilly den Umsatz um 8,1%. Der Gewinn brach jedoch um 25,9% ein.

Verantwortlich waren Abschreibungen, Kosten für den laufenden Personalabbau sowie höhere Kosten für Forschung und Entwicklung. Wachstumstreiber waren erneut die 8 neuen Medikamente, darunter Trulicity, Taltz und Jardiance, die einen Gesamtumsatz von 3,08 Mrd $ erzielten. Das sind 144% mehr als im Vorjahr. Damit hat der Konzern Umsatzrückgänge bei früheren Kassenschlagern wie Alimeta, Cymbalta und Zyprexa, die ihren Patentschutz bereits verloren haben, mehr als kompensiert.

Kredit Geld Hände – Watchara Ritjan – shutterstock_523778230

Machen Sie sich bereit für die DividendensaisonDie Hauptversammlungssaison rückt näher. Die deutschen Unternehmen schütten in diesem Jahr an ihre Aktionäre so viel aus wie nie zuvor. › mehr lesen

Der Umsatz mit Tiermedizin lag stabil bei 2,3 Mrd $. Trotz der guten Entwicklung muss der Konzern die Forschung intensivieren, um das Wachstum auch langfristig zu sichern. Unter anderem will sich Eli Lilly auf Immuntherapien gegen Krebs konzentrieren. Forschung und Entwicklung werden aber immer teurer.

Dividende als Zubrot

Um seinen finanziellen Spielraum zu vergrößern, hat Eli Lilly im September ein Sparprogramm verabschiedet, das mit dem Abbau von 3.500 Arbeitsplätzen bis Jahresende verbunden ist. Ziel ist es, die jährlichen Kosten ab 2018 um 500 Mio $ zu senken. Zunächst aber verschlingt der Personalabbau gut 1 Mrd $, die auch das 4. Quartal belasten werden.

Insofern wird der Konzern im Gesamtjahr nur noch 1,73 bis 1,83 $ pro Aktie verdienen. Die Umsatzprognose wurde dagegen auf 22,4 bis 22,7 Mrd $ angehoben. Zudem will Eli Lilly die Tiermedizin verkaufen oder an die Börse bringen. Die Dividendenrendite von 2,4% ist ein nettes Zubrot für Aktionäre. olen Sie sich Schlag auf Schlag 9,86%, 12,63%, 15,77% bis hin zu absolut einzigartigen 19,61% Dividenden-Rendite… lassen Sie keinen Zahltag aus!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.