Neues Jahrestief im DAX: Hier tut sich etwas!

DAX fällt so tief, wie lange nicht. Es ist Zeit, den Chart neu zu betrachten und die mögliche Marschroute für die kommenden Wochen zu analysieren. (Foto: Deutsche Börse AG)

Von wegen Langeweile! Der DAX hat eine neue Hürde gerissen, leider im negativen Sinne und jetzt wird das Spielfeld neu aufgerollt. Das eigentliche Maximaltief bei 11.870 – hier lag das Sommertief 2017 – wurde heute früh unterboten.

DAX unter 11.800

Hier wurden sicherlich eine Reihe von Stops abgeräumt. Das Tagestief, das gleichzeitig auch das Jahrestief darstellt, liegt somit aktuell bei 11.731 – inklusive vorbörslichen Kursen. Einerseits ein deutlich negatives Zeichen, andererseits, ist jetzt auch endlich der Tiefpunkt vom Sommer 2017 berührt worden. Die 140 Punkte, die es sogar unterschritten wurde, hätten aber nicht sein müssen. Das lag aber eben eventuell daran, dass viele Marktteilnehmer dort ihre Stops hatten, weil dieser Bereich als relativ sicher galt.

So wurden aber selbst noch die kalt erwischt, die 140 Punkte Puffer eingeplant hatten. Die gute Nachricht: Danach ging es heute wieder ordentlich bergauf. Zwar wurde noch nicht die 12.000 Punktemarke erreicht, aber immerhin notieren wir schon wieder über 11.900.

War es das jetzt?

Trump sagt vielleicht. Der heftige Abschlag ist auch auf seine Strafzölle zurückzuführen. Hier macht sich sogar die Wall Street Sorgen, dass die Idee eskalieren könnte. Strafzölle auf Strahl- und Aluminiumimporte haben den DAX wichtige Punkte gekostet.

Wie geht es weiter? Nach unten hält nicht viel. Sollte es zu weiteren Abschlägen kommen, haben wir bei 11.450 Punkte einen kleineren Widerstand. Danach wäre es der Bereich um 10.800. Das wäre schon bitter. Drehen wir unseren Blickwinkel in die andere Richtung. Nach oben müssen wir die eingezeichnete 20-Tagelinie überschreiten. Davor natürlich noch die 12.000 Punkte, aber die sollte jetzt keinen spektakulären Widerstand mehr darstellen.

Wenn es ideal für kurzfristige Trader läuft, steigt der DAX jetzt wieder in den nächsten Tagen und Wochen Richtung 12.600. Darüber würden sich aber garantiert auch alle DAX-Aktionäre freuen. Momentan reiten wir auf der Kanonenkugel und diese hängt am seidenen Faden. Der DAX ist definitiv angezählt. Noch eine Aussage von Trump oder vielleicht auch hierzulande von der neuen alten Großen Koalition zum Thema Diesel und schon rutscht der DAX eine weitere Etage tiefer. Halten Sie sich fest. Die nächsten Tage könnten holprig werden – müssen aber nicht.

Schwankungsbreite des Dow Jones eindeutig

Beim Dow Jones sehen wir deutlich, ab wann sich das Börsenumfeld geändert hat. Die Monate zuvor war wenig Spannung drin. Das lag natürlich in erster Linie an den niedrigen Zinsen. Diese sind jetzt Geschichte, zumindest in den USA und in der Folge wurde die Bewegung an der Börse explosiver.

Im folgenden Chart sehen sie, wie ab Februar plötzlich ein anderer Wind herrscht. Davor gab es einen kleinen Rücksetzer und dann kam der Flash Crash, der innerhalb weniger Tage 3.000 Punkte kostete. Der Dow Jones kämpfte sich danach wieder zurück, doch auch hier schmecken den Investoren die Importzölle offensichtlich nicht sonderlich. Prompt ging es erneut 1.000 Punkte bergab.

Es bleibt somit die kleine Hoffnung, dass Trump dieses Zeichen erkennt und versteht und die Zölle in der geplanten Form etwas reduziert. Dann sollten zumindest auch wieder grüne Kerzen am Chart-Horizont zu erkennen sein.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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