Neuigkeiten bei der Creditreform Rating AG

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Die Creditreform Rating AG aus Deutschland und die bulgarische BCRA Credit Rating Agency gründen gemeinsam die European Rating Network. (Foto: Best Backgrounds / shutterstock.com)

Die Creditreform Rating AG mit Sitz in Deutschland und die bulgarische BCRA Credit Rating Agency gründen gemäß Unternehmensangaben gemeinsam die European Rating Network.

In der Regel lassen sich die mittelständischen Unternehmen ihre Anleihen von der Creditreform AG raten.

Laut eigenen Angaben ist die Creditreform AG die führende Ratingagentur im deutschsprachigen Raum und die BCRA Credit Rating Agency mit Sitz in Sofia ist auf dem südosteuropäischen Markt die führende Ratingagentur.

Hintergrund zum Zusammenschluss sei der Plan einen Gegenpol zu den dominanten US-amerikanischen Ratingagenturen zu schaffen. Die beiden Agenturen streben eine führende Rolle auf dem europäischen Ratingmarkt an.

Was ist Rating?

Das Rating soll Aufschluss darüber geben, ob ein Emittent fähig ist, den Kupon während der Laufzeit der Anleihe zu begleichen und die Anleihe am Ende der Laufzeit zurückzuzahlen.

Dazu werden verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen herangezogen um schließlich eine potenzielle Insolvenzgefahr zu ermitteln.

Die wichtigsten Kennzahlen, die von der Creditreform Rating AG verwendet werden sind die Eigenkapitalquote und verschiedene Rentabilitäten und Deckungsgrade.

Zudem wird eine qualitative Bewertung des Unternehmens vorgenommen. Hier werden nicht nur die Unternehmensstruktur und die Organisation bewertet, das Marktumfeld und die Strategiekonzepte der Unternehmen fließen ebenfalls in die Bewertungsmuster mit ein.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine Gesamtnote ein.

Ratingnoten

In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick über die möglichen Ratingergebnisse der Creditreform Rating AG.

Beste Bonität und das geringste Ausfallrisiko wird mit der Ratingnote „AAA“ (Englisch ausgesprochen: triple „A“) bewertet. Eine ungenügende Bonität wird durch die Ratingnote „D“ ausgedrückt.

Die Ausfallquote in der Ratingklasse „BB“ würde beispielsweise in einem Zeitraum von fünf Jahren bei rund 9,0 % liegen. Die Ausfallquote der besten Ratingklasse „AAA“ würde dagegen im gleichen Zeitraum bei rund 0,1 % liegen.

Im Schnitt wurden die mittelständischen Emittenten, die im letzten Jahr Anleihen begeben haben mit „BBB-„ bewertet. Somit hatten sie eine stark befriedigende Bonität und eine geringes bis mittleres Insolvenzrisiko und liegen im Investment Grade Bereich.

Bei Ratings wird in Investment Grade und Speculative Grade unterschieden. Unter die Kategorie Investment Grade fallen die Emittenten, bei welchen das Bonitätsrisiko als relativ gering anzusehen ist. Spekulative Ratings sind Ausdruck eines besonders hohen Maßes der Gefährdung des Emittenten.

Umso schlechter das Rating eines Anleiheemittenten ist, umso besser müssen die Konditionen also der Kupon sein um die Anleihe am Markt durchsetzen zu können.

Dementsprechend werden die so genannten „High Yield Bonds“, also die hochverzinsten Anleihen, von Unternehmen mit einer geringeren Bonität emittiert.

Zudem ist das Rating für viele Versicherungen oder Fonds das wichtigste Kriterium bei einem Anleiheinvestment. So haben viele Versicherungen die Vorgabe nur in Anleihen der Ratingklasse A zu investieren.

Unternehmen mit einer niedrigeren Beurteilung müssen sich somit stärker an Privatinvestoren wenden, da ein wichtiger Teil der institutionellen Investoren in diesen Bonds nicht investieren darf.

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Von: Cosmin Filker. Über den Autor

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