New Work auf Erholungskurs

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Die Aktie von New Work (ehemals Xing) musste im Sommer einen deutlichen Rücksetzer verkraften. Nun läuft die Erholungsbewegung. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Aktionäre der New Work SE – früher bekannt unter Xing – blicken auf ein sehr abwechslungsreiches Jahr zurück. Die Kursspanne der Aktie reichte von 223 Euro bis 380 Euro. Zuletzt konnte sich der Wert wieder deutlich von seinen Tiefstständen erholen.

Unternehmensportrait

New Work SE, ehemals Xing SE, ist ein in Hamburg ansässiger Betreiber eines Business-Netzwerks für den deutschsprachigen Raum. Dabei ermöglich die Plattform Xing, dass sich Fachleute aus den unterschiedlichsten Branchen treffen, um dabei Jobs, Kollegen, neue Aufgaben, Kooperationspartner, Experten zu finden und Geschäftsideen zu generieren. Neben den Mitgliedsbeiträgen von Premium-Mitgliedern (rund 1 Mio. der insgesamt 18 Mio. Mitglieder) verdient New Work sein Geld mit Dienstleistungen für Unternehmen.

Zweistelliges Wachstum im 3. Quartal

Dass dieses Geschäftsfeld lukrativ ist, beweisen die Zahlen, die zuletzt vorgelegt wurden. So teilte das Unternehmen mit, dass in den drei Monaten bis Ende September der Umsatz um 16,6% auf 68,2 Mio. Euro gestiegen ist. Zugleich kletterte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um etwas mehr als ein Fünftel auf 24,2 Mio. Euro.

Während Übernahmen das Wachstum und operative Ergebnis antreiben, sieht es beim Überschuss etwas anders aus. Unter dem Strich ging der Gewinn – aus Gründen einer Abschreibung auf ein zugekauftes Unternehmen in den USA – auf 4 Mio. Euro zurück. Im Vorjahresquartal lag dieser noch bei 9,1 Mio. Euro.

Skepsis über weitere Entwicklung

Allerdings gibt es auch Zweifel, ob sich die hohen Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis auch in Zukunft fortsetzen können – zumal es auch einen Führungswechsel geben wird. Thomas Vollmoeller wird die Unternehmensspitze im kommenden Jahr verlassen – die Begründung hierfür ist eindrucksvoll. “Als dann 60-Jähriger muss ich kein Unternehmen führen, dessen Altersdurchschnitt um die 30 liegt.“ Mit Petra von Strombeck, die derzeit noch Chefin bei Lotto24 ist, ist bereits eine Nachfolgerin an der Konzernspitze gefunden.

Erfreuliche Langfrist-Performance

Auch wenn die Aktie rund 80 Euro unter ihrem Allzeithoch liegt, können die Anteilseigner mit der Gesamtperformance des laufenden Jahres zufrieden sein: Seit Jahresbeginn gibt es noch immer ein Plus von rund 25%.

Mit einem weiteren Blick zurück fällt das Plus noch eindrucksvoller aus. Seit dem Börsengang im Jahr 2006 stieg der Börsenwert des Unternehmens um mehr als 800%, seit 2012 um 600%.

Mit einem 2020er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 40 ist der Konzern kein Schnäppchen. Auf Grund der starken Positionierung und der Tatsache, dass ein langsameres Wachstum in den Kursen bereits eingepreist ist, bin ich allerdings auch für die Zukunft recht optimistisch, dass der Wert sich weiterhin überdurchschnittlich entwickeln kann.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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