Newmont Mining Bilanz: Stark in der Corona-Krise

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Die Corona-Krise hat auch beim Goldproduzenten Newmont Mining Spuren hinterlassen – doch der hohe Goldpreis hilft gewaltig. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Eine besonders spannende Berichtssaison liegt im Goldminensektor vor uns. Das liegt am deutlich gestiegenen Goldpreis in den vergangenen Monaten. Und mit Newmont Mining hat jetzt schon die globale Nummer 1 unter den Goldproduzenten die aktuelle Bilanz zum zweiten Quartal 2020 vorgelegt, die ich Ihnen heute genauer vorstellen möchte.

Auf eine Sache weist das Unternehmen direkt hin: Der höhere Goldpreis hat zu einem höheren freien Cash Flow geführt. Und diese Kennziffer ist tatsächlich im Minensektor besonders wichtig. Das ist das aus dem Geschäft heraus generierte Kapital. Beim Nettogewinn spielen häufig äußere Faktoren eine Rolle, so dass sich dann kein klares Bild ergibt.

Beginnen möchte ich jedoch mit dem Umsatz, der überraschenderweise im Vergleich zum Vorquartal nur um 5% angestiegen ist. Bei dem deutlichen Zuwachs des Goldpreises ist das ein niedriger Wert. Das erklärt sich allerdings auch aus der deutlich gesunkenen Produktion. Hier musste Newmont Mining auch coronabedingt einige Rückschläge hinnehmen.

Bei den Kennzahlen zum Ertrag des Unternehmens ist das Management aber sehr zufrieden: „Im zweiten Quartal ist uns eine solide finanzielle Performance gelungen mit 984 Mio. USD beim operativen Ergebnis und 388 Mio. USD beim freien Cash Flow.“

Deutliche Steigerung beim Ertrag

Bei diesen beiden Kennzahlen ist Newmont hier ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal gelungen. Allerdings darf man dabei eine Sache auch nicht vergessen: Die jetzt gelieferten Ergebnisse lagen schon im Rahmen der Erwartungen durch die Analysten. Eine positive Überraschung gelang Newmont hier nicht.

Das mag eben auch an den Daten zur Produktion liegen. Mit rund 1,3 Millionen Unzen Gold im zweiten Quartal lag die Gesamtproduktion knapp 21% unter dem Vorjahreswert. Besonders aufschlussreich ist natürlich der Blick auf den durchschnittlich erzielten Goldpreis. Der lag im zweiten Quartal 2020 mit rund 1.720 USD pro Feinunze 31% über dem Wert des vergangenen Jahres.

Wichtig für die Ertragskraft bei Goldminen ist natürlich auch der Blick auf die Gesamtkosten der Produktion. Hier fließen eben verschiedene Faktoren neben den reinen Produktionskosten mit ein. Insofern gibt diese Kennzahl ein klareres Bild über die wirtschaftliche Lage hinsichtlich der Goldproduktion. Und die Gesamtkosten sind immerhin um 8% auf zuletzt 1.097 USD pro Unze angestiegen. Daraus ergibt sich aber immer noch eine operative Marge pro Feinunze Gold von knapp 630 USD.

Goldminen sind derzeit gut positioniert

Die Zahlen von Newmont zeigen eine Sache ganz deutlich: Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen ist es bei den Goldminen im zweiten Quartal sehr gut gelaufen – trotz einiger negativer Auswirkungen der Corona-Pandemie. Durch den weiter steigenden Preis mit dem aktuellen Rekordniveau im jetzt laufenden dritten Quartal ist doch mit einer weiteren Fortsetzung der positiven Entwicklung bei den Geschäftszahlen in dieser Branche zu rechnen.

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