NICE Systems: Der Überwachungsspezialist

Sobald Investoren den Namen Israel hören, winken sie sofort ab und verweisen auf den Palästina-Konflikt sowie die Terror- und Kriegsgefahr.

Diese Argumente sind richtig. Aber mit einem solchen Scheuklappenblick verschließen sich Anleger gleichzeitig auch hochinteressanten Unternehmen.

In Israel gibt es besonders im Hightech-Sektor hervorragende Firmen. Neben einem guten Ausbildungs-System besitzt das Land ein äußerst technologiefreundliches Forschungs-Umfeld.

Das gilt besonders für Bereiche, die für das israelische Militär und die Sicherheits-Industrie von Bedeutung sind. Derartige Entwicklungen und Forschungen werden besonders gefördert.

Mit NICE-Applikationen analysieren Unternehmen Kunden-Interaktionen über alle Kanäle hinweg, unterstützen Agenten in Echtzeit und steigern so Effizienz und Effektivität.

Zahlreiche renommierte Kunden

Die Produkte von NICE werden zum Schutz und zur Überwachung von Gebäuden und natürlich auch bei der Terror-Bekämpfung eingesetzt – aber nicht nur:

Die Israelis haben ihre Datenauswertungs-Software so adaptiert, dass privatwirtschaftliche Konzerne diese Produkte zur Optimierung von Kunden-Kontakten einsetzen können.

Mithilfe der Daten-Auswertung werden eingehende Anrufe oder E-Mails nach einer Analyse der Inhalte direkt an die zuständigen Abteilungen ohne größere Zeitverluste weitergeleitet.

Wie im Sicherheits-Sektor ist die Kundenkartei auch hier sehr beeindruckend. Etwa 80 der Fortune-100-Unternehmen gehören zum Abnehmerkreis.

Darunter sind die 10 größten Banken der Welt, aber auch bekannte Konzerne wie:

  • American Express,
  • General Electric,
  • Home Depot,
  • Time Warner,
  • Nextel
  • oder Vodafone.

Zudem besitzt NICE Systems als Sicherheits-Spezialist die nötigen ÜberwachungsSysteme, um einer der Profiteure bei Großveranstaltungen zu werden.

Gewinn steigt um 35%

Dabei ist es nicht so, dass NICE Systems auf diese Aufträge händeringend angewiesen wäre. Die Geschäftszahlen erreichten erneut Rekorde:

Die Umsätze stiegen 2015 um 6,3% auf den neuen Spitzenwert von 927 Mio. $. Mit über 630 Mio. $ trug die Region Americas den höchsten Anteil zum Umsatz bei.

Beim Gewinn lag der Zuwachs bei 35,5% auf 140,57 Mio. $. Dabei deutet die Brutto-Marge von 67% auf eine monopolartige Stellung hin. Die hohe Ertragskraft spiegelt sich auch in einer Cashflow-Marge von 26,4% wider.

Für dieses Jahr stellt der Vorstand einen Umsatz von über 1 Mrd. $ in Aussicht. Damit kommt NICE endgültig bei Value an. Auch nicht ganz unwichtig ist die Aufnahme von Dividenden-Zahlungen im Geschäftsjahr 2013.

Das Unternehmen ist schuldenfrei

Das einzige wirkliche Risiko findet sich für Anleger aus dem Euro-Raum auf der Währungsseite. Die deutschen Börsen-Notierungen beziehen sich auf die amerikanischen ADR-Aktien und unterliegen damit einem US-Dollar- Risiko.

Ansonsten bietet die Aktie wenig Ansatzpunkte, bei denen die Alarmglocken schrillen müssten. Lediglich die Eigenkapitalrendite erfüllt nicht unsere Anforderungen.

Dafür ist das Unternehmen schuldenfrei und hat trotz umfangreicher Aktienrückkäufe rund 425 Mio. $ Cash. Die Geschäfte laufen bestens, die Zahlen sind exzellent und die Israelis sind in einem Wachstumsmarkt tätig.

1. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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