Nicolas Cage: Sein Anlageberater verzockt Vermögen mit Immobilien

US-Schauspieler Nicolas Cage ist pleite. Trotz Millionengagen soll von seinem Geld nichts als Schulden mehr übrig sein. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

US-Schauspieler Nicolas Cage, der Neffe des Filmregisseurs und -produzenten Francis Ford Coppola und der Schauspielerin Talia Shire ist pleite.

Trotz Millionengagen soll von seinem Geld nichts als Schulden mehr übrig sein. Verzapft habe das sein ehemaliger Finanzverwalter Samuel J. Levin, der Cage über Jahre hinweg zu hoch spekulativen und riskanten Investments verleitet habe.

Nachdem Cage das Ausmaß des finanziellen Schadens erst in diesem Jahr klar geworden sei, hat er nun eine Schadensersatzklage gegen Levin eingereicht.

Nicolas Cage: Schulden trotz Millioneneinnahmen

Nicolas Cage sitzt auf einem riesigen Schuldenberg. Dabei hatte der erfolgreiche Schauspieler an über 50 Filmen geschätzte 130 Millionen US-Dollar verdient.

Sein Leinwanddebüt gab er 1982 in der Komödie „Ich glaub’, ich steh’ im Wald“. Bereits kurze Zeit später änderte er seinen Nachnamen in Cage, um nicht im Schatten seines berühmten Onkels Francis Ford Coppola zu stehen.

1996 erhielt Cage für „Leaving Las Vegas“ den Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 38 Millionen US-Dollar. Und allein 40 Millionen US-Dollar flossen zwischen Juni 2008 und Juni 2009 dank Blockbustern wie „Ghost Rider“ und „Das Vermächtnis des geheimen Buches“. Nun soll der Schauspieler pleite sein. Wo ist das ganze Geld hin?

Schuld an dem finanziellen Dilemma soll sein ehemaliger Anlageberater Samuel J. Levin tragen, gegen den Cage bei einem Bezirksgericht in Los Angeles Klage eingereicht hat.

Darin beschuldigt er Levin, ihn über sieben Jahre hinweg zu einer Reihe von hoch spekulativen und riskanten Investments verleitet zu haben.

Nicolas Cage: Klage in Höhe von 20 Millionen US-Dollar

Der Finanzberater soll unter anderem für einen noch offenen Steuerbescheid über sechs Millionen Dollar aufkommen. Cage gab an, dass er das Ausmaß des finanziellen Schadens erst mit der Entlassung seines langjährigen Managers zum Jahresbeginn realisiert habe.

Der Hollywoodstar klagt nun auf Wiedergutmachung in Höhe von insgesamt 20 Millionen US-Dollar. Ob er damit durchkommen wird, ist jedoch ungewiss.

Bereits im April hatte Cage seine Geldschwierigkeiten öffentlich gemacht, als er sich gezwungen sah, sein Schloss im bayerischen Neidelstein zu verkaufen, ohne jemals darin gewohnt zu haben.

Auch andere Immobilien hatte der 45-jährige Schlösser-Fan zum Verkauf angeboten, etwa sein Anwesen in der britischen Grafschaft Somerset.

Trau schau wem – sieben lange Jahre hatte der beliebte Schauspieler seinem Anlageberater vertraut und immer wieder riskante Anlagen getätigt.

Jetzt steht er vor Millionenverlusten, sodass ihm nur noch der Gang vor Gericht bleibt – und die Lehre, in Zukunft weitsichtiger zu investieren und nicht blindlinks zu vertrauen.

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.