Niedrig-Zins-Politik der Notenbanken frisst Ihr Vermögen

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Wie und warum die Niedrig-Zins-Politik der Notenbanken Ihr Vermögen auffrisst und was Sie dagegen tun können bzw. sollten. (Foto: macgyverhh/Shutterstock)

Wenn Sie meine Börsendienste und meinen E-Mail-Newsletter schon länger verfolgen, kennen Sie die grundsätzliche Problematik, vor der Zinssparer stehen. Anleger bekommen für ihre Sparguthaben keine Zinsen.

Die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins bis Dezember 2018 in homöopathischen Dosen auf 2,25 bis 2,50% erhöht. Das war es aber auch schon mit der Zinswende. Angesichts des von Donald Trump angezettelten Handelskonflikts und der damit verbundenen konjunkturellen Risiken wird sogar schon wieder über mögliche Zinssenkungen diskutiert.

Eine Zinswende nach oben wird es nicht geben. Nicht in den USA und schon gar nicht in Europa. Erst kürzlich hat Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), eine erste Zinserhöhung bis mindestens Mitte 2020 hinausgeschoben.

Anleger mit einem Tagesgeldkonto erzielten nach Inflation zuletzt 2009 eine positive Rendite und haben seitdem immer Geld verloren. 0% Zinsen und 2% Inflation, das hört sich harmlos an. Aber der Kaufkraftverlust schmerzt von Jahr zu Jahr mehr.

Ein Beispiel: Sie haben 50.000 Euro gespart. Nach einem Jahr beträgt Ihre Kaufkraft nur noch rund 49.000 Euro. Nach 10 Jahren sinkt Ihre Kaufkraft auf 40.000 Euro.

Noch düsterer wird es, wenn Sie das Geld langfristig für Ihre Altersvorsorge in Zinsanlagen investiert haben. Auf Sicht von 30 Jahren halbiert die Kombination aus 1,5% Inflation und 0% Zinsen fast Ihre Kaufkraft! Das traurige Fazit: Sparen mit Zinsanlagen wird in diesem System bestraft.

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Keine oder falsche Reaktion der Sparer

Die Reaktion der Sparer fällt verhalten aus. Noch immer haben die deutschen Sparer 80% ihres Geldvermögens in Zinsanlagen investiert. Auf Aktien, die im historischen Rückblick den mit Abstand besten Inflationsschutz geliefert haben, setzen nur 7% der Deutschen.

Die deutschen Sparer handeln nach dem Motto: Zins-Tief aussitzen oder eine Immobilie kaufen. Wobei der Kauf einer Immobilie in dieser Marktphase ein teures Vergnügen werden kann. An der Börse gibt es dagegen noch günstige Immobilien-Investments.

Das Zins-Tief einfach aussitzen wird nicht funktionieren. Dafür sind die Schulden zu hoch. Einige EU-Länder kommen auf Schuldenquoten (= Staatsverschuldung in Relation zur Wirtschaftsleistung) von über 100%.

Steigen die Zinsen auf ein früher übliches Niveau, bricht das ganze Schuldensystem zusammen. Daher muss die EZB das niedrige Zinsniveau verteidigen und kann sich später nur in Mini-Schritten von der Null-Zins-Phase verabschieden.

In meinen Börsendiensten zeige ich Ihnen Lösungen, wie Sie der Zinsfalle begegnen können. Mit Aktien setzen Sie auf den erfolgreichsten Inflationsschutz. Daneben finden Sie in meinen Börsendiensten weitere ausgewählte Investments, wie z. B. Wandelanleihen, Discount-Zertifikate oder verschiedene Fonds und ETFs.

Wenn Sie sich an die Empfehlungen aus meinen Börsendiensten halten, sind Sie in der anhaltenden Niedrig-Zins-Phase bestens aufgestellt und verhindern, dass die Inflation Ihr Vermögen auffrisst.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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