Nike-Aktie: Aktie des Sport-Riesen nach schwachen Zahlen im Sinkflug

Jahrelang erfreute die Nike-Aktie ihre Anleger. Ein makelloser Wachstumskurs gepaart mit eindrucksvollen Gewinnmargen trieb die Papiere von einem Hoch zum nächsten.

Im Jahr 2000 konnten man die Aktie noch für unter 3,70 Dollar abgreifen. Im November 2016 musste man bereits über 67 Dollar je Anteilsschein auf den Tisch blättern.

Seither befindet sich die Aktie im Konsolidierungs-Modus:

Nach den gerade vorgelegten Ergebnissen sackten die Papiere alleine an einem Tag um 7% in den Keller. Seit dem Allzeithoch hat die Aktie damit um 20% abgegeben.

Was für Rückschlüsse lassen sich aus den aktuellen Zahlen ziehen? Wie entwickelt sich die Konkurrenz und wie steht es um die Zukunfts-Perspektiven des US-Konzerns?

Nike weiter mit Zuwächsen

Soviel vorneweg: Die Zahlen waren auf den 1. Blick gar nicht einmal schlecht, konnten die erfolgsverwöhnten Analysten aber nicht überzeugen.

So ging es bei den Umsätzen „lediglich“ um 5% auf 8,4 Mrd. Dollar nach oben. Hier waren die Analysten im Vorfeld der Zahlen von 8,47 Mrd. Dollar ausgegangen.

Besonders die schwache Entwicklung im traditionell starken Heimatmarkt USA sorgte für schlechte Stimmung.

Hier konnte der Sport-Gigant nämlich nur um 3% zulegen. In Europa kletterten die Erlöse um 4%, in China und Japan ging es um 5% nach oben.

Währung und Konkurrenz belastet die Ergebnisse

Die schwache Entwicklung hat v. a. 2 Gründe:

Zum einen belastet weiterhin der starke US-Dollar die Ergebnisse. Bei Umrechnung der Umsätze in die Heimat-Währung bleibt weniger übrig.

Sie müssen wissen: Um diesen Effekt bereinigt lag das Umsatz-Wachstum immerhin um 4% höher.

Zum anderen hängt dem US-Konzern die Konkurrenz im Nacken.

Insbesodnere der Erzrivale Adidas drückt aufs Gas und konnte zuletzt besonders in den USA wieder punkten.

Die Zusammenarbeit mit prominenten Werbepartnern wie Kanye West, Rita Ora und Pharell Williams beginnt langsam Früchte zu tragen.

Auch dass zunehmend Stars wie Madonna die Produkte der Herzogenauracher tragen, hat die Popularität spürbar beflügelt.

Beim Gewinn ist Nike immer noch das Maß der Dinge

Trotz der zunehmenden Konkurrenz und Belastungen durch die starke Heimat-Währung erzielte Nike im 3. Quartal einen Gewinn von 1,14 Mrd. Dollar.

Das entspricht einem Anstieg um kräftige 20% und einer Gewinnmarge von 13,57%.

Für Sie zum Vergleich: Adidas brachte es im vergangenen Geschäftsjahr gerade einmal auf eine Marge von 5,27%.

50 Mrd. Umsatz bis 2020

Firmenchef Mark Parker ist auch für die Zukunft weiter zuversichtlich. Bis 2020 will der Konzern bei den Erlösen die 50 Mrd. Dollar-Marke knacken.

Ein beeindruckender Anstieg, wenn Sie bedenken, dass der Jahres-Umsatz zuletzt bei 32,37 Mrd. Dollar lag. Um das Ziel zu erreichen, müsste Nike jedes Jahr mind. beim Umsatz 10% draufsatteln.

Für nächstes Jahr erwarten die Analysten im Schnitt einen Gewinn von 2,60 Dollar je Aktie.

Auf Basis der Schätzungen wird Nike mit dem 22-Fachen der erwarteten Gewinne an der Börse bewertet. Damit sind die Papiere erstmals seit langem günstiger als die des Erzrivalen Adidas.

Nach der rasanten Aufwärts-Bewegung kosten die Adidas-Aktien mittlerweile das 26-Fache der 2018er-Gewinne.

24. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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