Nike-Aktie klettert nach überraschend starken Zahlen auf neues Allzeithoch

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Der Sportkonzern Nike versetzt Anleger mit einem Gewinnplus in Feierlaune. Ein boomender Online-Absatz rettet die Geschäfte. (Foto: TY Lim / shutterstock.com)

Die Erwartungen an die Nike-Quartalszahlen waren hoch, wurden aber trotzdem meilenweit übertroffen. Dank eines boomenden Online-Absatzes konnte der Sportartikelriese die Trendwende in der Corona-Krise schaffen. Die Anleger feierten die Ergebnisse und trieben die Aktie mit einem Tagesplus von 8% direkt nach Vorlage der Zahlen auf ein neues Allzeithoch. Nach einer Kursverdopplung seit der Märzdelle liegt der Börsenwert inzwischen bei rund 200 Milliarden Dollar.

Nike – die unangefochtene Nummer Eins

Nike ist ein US-amerikanischer Sportartikelhersteller, der zu den weltweit bekanntesten Anbietern der Branche gehört. Im Vordergrund der Geschäftsaktivitäten stehen Design, Entwicklung und Vertrieb qualitativ hochwertiger Sportausrüstung. Hierzu gehören Schuhe, Kleidung, Sportgeräte und Hilfsmittel sowie Accessoires.

Der Konzern gilt als einer der größten Händler von Sportschuhen und -kleidung und vermarktet seine Produkte weltweit über Groß- sowie Einzelhändler, Brand-Stores, über das Internet und Zwischenhändler. Die unterschiedlichen Produkte des Sortiments werden von externen Vertragspartnern produziert, vorwiegend außerhalb der USA. Ausrüstungsgegenstände werden sowohl außerhalb als auch in den USA gefertigt.

Online-Umsatz geht durch die Decke

Mit seiner Geschäftsentwicklung im ersten Quartal (endet bei Nike Ende August) konnte der Sportkonzern massiv bei den Anlegern punkten. Der Umsatz schrumpfte nur minimal (-0,6%) auf 10,6 Milliarden Dollar. Damit wurden die Analystenschätzungen um mehr als 1,4 Milliarden Dollar übertroffen. Das gute Abschneiden lag vor allem am boomenden Online-Handel, der mit einem Plus von 82% regelrecht explodierte.  In Europa haben sich die Online-Umsätze sogar mehr als verdoppelt. Der Verkauf über das Internet machte zuletzt rund ein Drittel des Gesamtumsatzes aus.

China schlägt die USA

In zahlreichen Märkten kehrte der Konzern bereits wieder auf den Wachstumspfad zurück. So stiegen die Erlöse in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) um 5% auf 2,91 Milliarden Dollar. In der Region Greater China zogen die Umsätze währungsbereinigt sogar um 8% auf 1,78 Milliarden Dollar an. Abwärts ging es hingegen in Nordamerika, wo der Umsatz um 2% (währungsbereinigt -1%) auf 4,22 Milliarden Dollar sank, sowie im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika. Die gemeinsamen Erlöse in diesen Regionen schrumpften um 18% (währungsbereinigt -12%) auf 1,10 Milliarden Dollar.

Kostendisziplin sorgt für Gewinnplus

Beeindruckend stark entwickelten sich bei Nike die Gewinne. Auf Grund niedrigeren Verwaltungs- und gesunkener Marketingkosten konnte Nike den Nettogewinn auf 1,52 Milliarden Dollar steigern. Das entspricht einem Anstieg um 11 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Je Aktie blieben 95 Cent Gewinn übrig, was deutlich über den Erwartungen lag. Für Sie zum Vergleich: Die Analysten rechneten im Vorfeld der Zahlen lediglich mit 50 Cent Gewinn je Aktie.

Trendwende geschafft – Zuversicht für das Gesamtjahr

Fakt ist, nach einem Verlust im Vorquartal von 790 Millionen Dollar hat Nike auf beeindruckende Weise die Trendwende zum Start ins neue Geschäftsjahr gepackt. Auch für das Gesamtjahr zeigt sich Finanzchef Matt Friend zuversichtlich. Beim Umsatz wird ein hohes einstelliges oder sogar ein niedrig zweistelliges Wachstum angepeilt. Die Margenentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, mit welchem Discount die Lagerbestände verkaufen lassen. Nike hofft, die Bruttomarge stabil halten zu können.

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Nike: Hoffnungsschimmer am HorizontNike-Aktie: Sport-Konzern liefert starke Geschäftszahlen ab und überrascht positiv. Auswirkungen der Corona-Krise in den Quartalszahlen noch nicht komplett sichtbar › mehr lesen


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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