Nike-Aktie: Quartalszahlen schieben Aktienkurs an

Das Rennen der beiden Sportgiganten Nike und Adidas geht in die nächste Runde: Auf Sicht der vergangenen 12 Monate hat der US-Konzern ganz klar die Nase vorn.

Während Nike ordentliche Gewinne zeigt, notiert der Konkurrent aus Herzogenaurach weiterhin mit deutlichen Kursverlusten.

Wie Sie die letzten Zahlen einordnen können und was im laufenden Jahr von Nike zu erwarten ist, werde ich Ihnen hier im Detail aufzeigen:

Quartalszahlen zeigen deutliches Wachstum

Im 3. Quartal (bis Ende Februar) steigerte der Sportkonzern seine Erlöse um 7% auf 7,46 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn kletterte sogar deutlich überproportional: Um ganze 16% auf 791 Mio. US-Dollar ging es hier nach oben.

Unterm Strich blieben 0,89 US-Dollar Gewinn je Aktie übrig. Analysten hatten im Durchschnitt mit lediglich 0,84 US-Dollar gerechnet.

Mit den Zahlen verteidigt Nike eindrucksvoll seine Position als größter Sportartikel-Hersteller weltweit.

Zu verdanken hat der Sportriese den Gewinnzuwachs insbesondere dem starken Geschäft mit Sportschuhen. Nach wie vor ist das die Sparte mit den konzernweit höchsten Margen.

Die Zahlen zeigen eine Ausweitung der Bruttomargen und eine anhaltend robuste Produktnachfrage. Dementsprechend positiv zeigten sich die Anleger nach den Zahlen.

Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursplus auf knapp 102 US-Dollar. Damit haben die Aktien in den vergangenen 12 Monaten über 36% an Wert zugelegt.

Heimatmarkt zeigt sich stark

Sehr Erfreulich ist das Wachstum auf dem eigentlich gesättigten Heimatmarkt von Nike. Ein Umsatzplus von 6% zeigt, dass offenbar immer mehr Amerikaner modische Sportschuhe auch im Alltag tragen.

Auch die Auftragseingänge in Nordamerika zeigten sich mit einem Zuwachs von 15% extrem stark. Ein Abflauen des Geschäfts ist somit auf kurze Sicht nicht zu erwarten.

Starker US-Dollar belastet

Der Sportkonzern erzielt mehr als die Hälfte seiner Umsätze außerhalb von Amerika. Hier bekommt Nike derzeit den starken US-Dollar zu spüren. Denn für ausländische Kunden werden die Produkte des Konzerns nun deutlich teurer.

Dennoch konnte Nike in Europa die Erlöse um 10% steigern. Währungsbereinigt wäre ein noch deutlicheres Plus von 21% drin gewesen.

Vor diesem Hintergrund ist es umso erstaunlicher, dass es dem sogar Konzern gelungen ist, im letzten Quartal die durchschnittlichen Verkaufspreise um 6% zu erhöhen.

Dies dürfte insbesondere den deutschen Konkurrenten Adidas schmerzen, der von solchen Zuwächsen derzeit weit entfernt ist.

Anhaltenden Gegenwind auf der Währungsseite sieht Nike-Finanzvorstand Don Blair im laufenden Jahr. Trotzdem peilt die Konzernführung deutliche Zuwächse an. Die Erlöse sollen um 7,5% hochgefahren werden.

Der Gewinn dürfte im Gegenzug abermals überproportional ansteigen. Blair hält hier einen leicht 2-stelligen Zuwachs für möglich.

24. März 2015

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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