Nike und adidas bleiben die Gewinner der Sportartikel-Branche

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Vom ungebrochenen Gesundheitsboom profitieren vor allem die beiden größten Sportartikelhersteller Nike und adidas. (Foto: 2p2play / Shutterstock.com)

Nike hat das 2. Quartal mit kräftigen Zuwächsen beim Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. In den drei Monaten bis Ende November nahm der Gewinn um 32% auf 1,1 Mrd. $ zu. Der Umsatz kletterte um 10% auf 10,3 Mrd. $. Den weitaus größten Umsatzanteil steuerte die Hauptmarke Nike bei: Sie legte um 12% auf 9,84 Mrd. $ zu.

Überdurchschnittlich stark stieg dabei der Umsatz mit Schuhen, der um 14% auf 6,21 Mrd. $ wuchs. Das kleinere Konzernlabel Converse kam auf einen Umsatz von 480 Mio. $ und übertraf den Vorjahreswert um 15%. Das dicke Plus verdankte Nike nicht zuletzt der ungebrochenen Nachfrage in China und das trotz Belastungen durch den Handelsstreit. Dort wuchs der Umsatz um 23%.

Nike verkauft immer mehr Produkte direkt, also ohne Zwischenhändler

Besonders stark wächst der Verkauf über das Internet. Im wichtigen Heimatmarkt Nordamerika blieb das Umsatzplus mit 5% leicht unter den Erwartungen. Nike hatte dort zuletzt seine Marketing-Aktivitäten bei Sportveranstaltungen ausgebaut.

Trotz gestiegener Produktkosten aufgrund neuer Einfuhrzölle in den USA konnte Nike die Bruttomarge durch höhere Verkaufspreise und Margensteigerungen im Onlinegeschäft und beim Label Converse verbessern. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 25% auf 1,26 Mrd. $. Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn pro Aktie sogar um 35% auf 0,70 $. Mark Parker hat sein Amt als CEO im Januar an den früheren Ebay-Chef John Donahoe übergeben. Nike bleibt dank starker Marke und Marktmacht ein klarer Gewinner des Gesundheitstrends.

Unternehmensporträt

Nike ist das größte Sportartikelunternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist fünfmal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas. Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen hundert Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen. Das Unternehmen wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt.

adidas ist auf Kurs

Nach einem kräftigen Umsatzwachstum im 3. Quartal um 9,1% auf 6,41 Mrd. € bestätigte der Vorstand die Jahresprognosen. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag das Wachstum bei 6%. Die Hauptmarke adidas steigerte den Umsatz um 9,5%, das Label Reebok legte um 5,4% zu. Zuwächse verbuchte adidas in allen Regionen.

Der Konzern konnte seine Bruttomarge von 51,8 auf 52,1% steigern. Ein Anstieg der Betriebsausgaben drückte allerdings das Ergebnis. Gründe dafür waren höhere Marketingaufwendungen sowie gestiegene Kosten im Zusammenhang mit dem starken Wachstum des Direct-to-Consumer-Geschäfts. So sank das operative Ergebnis leicht auf 897 Mio. €. Der Gewinn schrumpfte um 1,8% auf 646 Mio. €.

adidas und der Funktionsfaserspezialist PrimaLoft arbeiten gemeinsam an der Entwicklung leistungsfähiger und nachhaltiger Produkte

Als erstes Projekt präsentierten die beiden die Markteinführung von adidas-Produkten, die PrimaLoft-Isolationen mit recyceltem Parley-Ocean-Plastic verwenden. Als Partner verpflichten sich adidas und PrimaLoft darüber hinaus der Parely A.I.R.-Strategie (Avoid, Intercept, Redesign), ihren Plastikmüll zu reduzieren und gemeinsam gegen die Verschmutzung der Weltmeere zu kämpfen. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet adidas einen Umsatzanstieg zwischen 5 und 8%. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften soll 1,88 bis 1,95 Mrd. € erreichen. Damit würde er das Vorjahresniveau um 10 bis 14% übertreffen.

Unternehmensporträt

adidas ist ein international tätiger Sportartikelhersteller und bietet mit seinen beiden Kernmarken adidas und Reebok weltweit über eigene Ladengeschäfte und den Einzelhandel Bekleidung, Schuhe, Sportausrüstung, Accessoires sowie Lizenzprodukte wie Uhren, Kosmetik und Brillen an. Der Konzern ist als bedeutender Ausstatter von berühmten Sportlern, Sportmannschaften und internationalen Sportveranstaltungen bekannt.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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