Nischen-Anbieter mit Weltruhm

Feuerwehrfahrzeuge stammen häufig von Rosenbauer aus Österreich. Der Zuspruch nach den roten Alleskönnern bleibt groß. Was bedeutet das für die Aktie? (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Feuer gehört zu den Urängsten der Menschheit. Inzwischen brennt es nur noch selten.

Dafür sind andere Gefahren wie Verschmutzungen und Verätzungen häufiger geworden, von Autounfällen ganz zu schweigen.

Bei all diesen Gefahren rufen wir die Feuerwehr. Diese ist gegen sämtliche Gefahren gerüstet – meist mit Material aus Österreich.

Die Rosenbauer International AG wurde 1886 gegründet und gehört weltweit zu den 3 größten Herstellern von Feuerwehr-Fahrzeugen. Hauptkonkurrenten sind die US-Konzerne Oshkosh Truck und Federal Signal.

Mit einer umfassenden Palette modernster Löschfahrzeuge, Hubrettungs-Geräte sowie feuerwehrspezifischer Sicherheits-Ausrüstung deckt Rosenbauer das gesamte Spektrum der Branche ab.

Das Unternehmen ist in 9 Ländern auf 4 Kontinenten vertreten.

Rosenbauer freut sich über gute Auftragslage

In den ersten 9 Monaten konnte Rosenbauer den Wachstumskurs fortsetzen.

Der Umsatz erhöhte sich um 12% auf 627,5 Mio. €, vorwiegend aufgrund der verstärkten Auslieferungen in die arabischen Länder sowie Nordamerika.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 27,6 Mio. € unter dem Vorjahres-Niveau.

Beeinflusst wurde der Ergebnis-Rückgang durch die Aufwendungen für die Markteinführung neuer Produkte und den Auftritt auf der weltgrößten Branchen-Messe.

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Dadurch stiegen die sonstigen Aufwendungen um 20% auf 78,8 Mio. €. Die EBIT-Marge lag mit 4,4% unter dem langfristigen Zielwert.

Aufgrund der Bewertungs-Effekte aus Termingeschäften hat sich das Finanz-Ergebnis auf minus 1,7 Mio. € verbessert. Unterm Strich hat Rosenbauer 42% weniger verdient.

In der Regel sind in der Feuerwehr-Branche die ersten Monate im Jahr umsatz- und ertragsschwächer. Dies liegt daran, dass der überwiegende Teil der Auslieferungen üblicherweise in der 2. Jahreshälfte erfolgt.

Der Auftrags-Eingang entwickelte sich mit einem Zuwachs um 10% auf 699 Mio. € erfreulich.

Der Auftrags-Bestand lag mit 846 Mio. € um 11% über dem Vorjahreswert und erreichte damit einen absoluten Höchstwert. Damit verfügt der Konzern über eine gute Auslastung der Fertigungs-Stätten.

Wegen der guten Entwicklung der Auftrags-Eingänge und der erweiterten Produktions-Kapazitäten geht das Management von einer Umsatz-Steigerung von rund 10% aus.

Aufgrund der Aufwendungen für die Markteinführung neuer Produkte wird eine EBIT-Marge unter 6% erwartet.

Gutes Geschäft, solide Dividende

Wir rechnen mit einer überdurchschnittlichen Entwicklung. Positiv sehen wir v. a. den hohen Auftrags-Bestand. Gleichsam dürften die bevorstehenden Produkt-Einführungen auch zu höheren Aufwendungen führen.

Neben der soliden Marktstellung und den vollen Auftrags-Büchern investieren Anleger bei Rosenbauer auch noch in einen Dividendenwert: 2,2% gibt es derzeit.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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