Nord-Korea bremst die Märkte – Aber nicht lange

„Kriege und Krisen kommen und gehen. Die Märkte steigen“, zeigt unser Optionen-Profi Rainer Heißmann und gibt einen optimistischen Ausblick. (Foto: Astrelok / Shutterstock.com)

Es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem Sie nicht von Krisen oder Kriegen hören oder lesen.

Aktuell bestimmt Nord-Korea die Schlagzeilen – natürlich, möchte ich sagen, auch wieder mit Donald Trump…

Koreas Staatschef Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump: 2 Kampfhähne, die das Wort Diplomatie wohl nur aus dem Wörterbuch kennen.

42x (!) habe ich Ihnen in meinen Kommentaren im Titel das Wort „Krise“ genannt.

Und Kommentare wie dieser, die das Wort Krise nicht im Titel haben, sind dabei noch nicht einmal mitgezählt.

Und ganze 42x habe ich Ihnen dazu geschrieben, dass Kriege und Krisen die Märkte nie lange stoppen.

Das Allzeithoch der US-Aktienindizes belegt unzweifelhaft, dass ich richtig lag.

Derzeit bremst Nord-Korea die Märkte zwar aus, aber die Märkte stoppen wird auch diese Krise nicht.

Eine Auswahl der Krisen

Hier habe ich für Sie einmal eine kleine Auswahl der aktuell schwelenden Krisen aufgeführt:

  • Krim,
  • Russland,
  • Ukraine,
  • Syrien,
  • Flüchtlinge,
  • Euro,
  • BrExit,
  • Griechenland,
  • Terror-Anschläge,
  • wenig planbare Politik in den USA,
  • Unsicherheit durch den türkischen Regenten Erdogan.
  • Und heute geht dieses durch die Medien: Trump kollidiert mit dem Diktator aus Nordkorea.
  • Seit Jahren begleitet uns die bis heute über unseren Köpfen schwebende Gefahr einer Banken-Pleite mit der Folge einer Finanzkrise – so wie bei der Insolvenz von Lehman Brothers im Jahr 2008.

Dieses ist keine vollzählige Auflistung und es fehlen etliche Krisen und Kriege. Den ganzen Kontinent Afrika habe ich beispielsweise nicht genannt.

Wichtig:

Natürlich haben Krisen und Kriege für betroffene Menschen gravierende Auswirkungen, die viel zu oft mit dem Leben bezahlt werden.

Auch bei Verlust der Heimat oder bei Verlust des Arbeitsplatzes ist es natürlich ganz und gar nicht unwichtig, ob ich eine Krise nicht erwähnt habe.

Aber in meinem heutigen Kommentar geht es um die Auswirkungen auf die Märkte. Für diesen fokussierten und begrenzten Blickwinkel gelten meine Aussagen zum Markt.

Trotz aller Krisen und Kriege: Die Märkte steigen

Die Märkte haben die genannten Krisen und Kriege ignoriert oder angesichts derer nur kurz gezuckt.

Ob Irak-Kriege oder der Anschlag auf das World Trade Center; nichts hat die Märkte nachhaltig aufgehalten.

Die großen Crashs der letzten Jahre waren ausgelöst durch das Platzen der Dotcom-Blase (Internet-Blase) und durch die Finanzkrise.

Immobilienblase: Wohnungspreise steigen weitaus schneller als EinkommenEine Studie des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken hat Folgendes ergeben: Massiver Anstieg der Immobilienpreise Die Immobilienpreise sind in den großen 6 des Städte-Rankings zwischen 2007 und 2017 um mehr… › mehr lesen

Aber ob nach den Jahren 2000 – 2003 (Internet-Crash) oder nach 2007/2008 (Finanzkrise); der DAX 30 und alle anderen wichtigen Aktienindizes haben immer wieder zugelegt.

Die aktuelle Lage sorgt mittelfristig für steigende Märkte

Derzeit haben wir keine Übertreibung der Märkte, so wie in den Jahren vor dem Dotcom-Crash – im DAX schon gar nicht!

Und wir haben auch keine akute Finanzkrise. Die konzertierte Null- bzw. Niedrigzins-Politik wichtiger Notenbanken rund um den Globus hält die Finanzkrise in Schach.

Das sehen Sie auch daran, dass die US-Aktienindizes in der Nähe ihrer Allzeithochs notieren.

Skeptische Anleger sind mir viel lieber als euphorische

Ich bewerte positiv, dass viele Anleger verkauft und Cashbestände aufgebaut haben. Diese unsicheren Börsianer können damit keinen weiteren Druck auf die Märkte ausüben.

Auf der anderen Seite kann es aber täglich dazu kommen, dass diese bei weiter steigenden Notierungen der Aktienindizes auf den fahrenden Zug aufspringen, um weitere Kursgewinne nicht zu verpassen.

Sie sorgen dann durch ihre Kaufnachfrage zusätzlich für steigende Märkte.

Für diese Marktlage sind wir mit Call-Optionen mit langer Laufzeit vorbereitet und investiert.

Und wenn es zwischen Nord-Korea und den USA doch knallt…

…und es zum Crash der Aktienmärkte kommt?

Dann gewinnen wir dank unserer 4:1-Strategie Calls zu Puts mit den Puts mehr, als wir mit den Calls verlieren.

So war es im Crash des Jahres 2008 und so wird es ggf. wieder sein. Diese sichere Strategie ist ganz einfach.

Zum guten Schluss: Am 10.08.1878, also heute vor 139 Jahren, kam der deutsche Arzt und Schriftsteller Alfred Bruno Döblin zur Welt.

Er schrieb: „Wir wissen, was wir wissen, wir haben es teuer bezahlen müssen.“

Das gilt für manche Erfahrung, die ich an den Börsen machen musste.

Ich hoffe, dass ich Ihnen durch meine täglichen Kommentare teuer bezahltes Wissen ersparen kann und sende beste Grüße!

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Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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