Nordex-Aktie: Es ist schlecht – und wird noch schlimmer…

Es läuft schon schlecht – und es wird wohl noch schlimmer…

Die Bilanz zum abgelaufenen 3. Quartal reiht sich bei Nordex in eine schon seit Längerem bestehende Serie von Hiobsbotschaften ein.

Bereits vor 1 Jahr hat die Nordex-Aktie einen gewaltigen Einbruch erlitten, als die Firma bekanntgab, dass die Umsatz-Aussichten wohl doch nicht so rosig sind wie ursprünglich erhofft.

Damit sollte man denn auch leider Recht behalten.

Prognose noch weiter gesenkt

3,1 – 3,3 Mrd. € Umsatz waren eigentlich für 2017 angepeilt. Das wäre im Vergleich zu den 3,39 Mrd. € im Vorjahr schon ein spürbarer Rückgang.

Nun aber wurde die Prognose noch einmal nach unten korrigiert, der Jahres-Umsatz wird demnach „leicht“ unter die eigentlich mind. angestrebte Zielmarke von 3,1 Mrd. € fallen.

Immerhin: Die Prognose für die Ebitda-Marge wurde bei 7,8 – 8,2% vor Einmal-Aufwendungen belassen.

Im abgelaufenen Q3 sank der Erlös überraschend stark um mehr als 4% auf 8,18,3 Mio. €. Das Ebitda entwickelte sich ebenfalls rückläufig und büßte 4% ein auf 64,4 Mio. €.

Nordex mit Schwachen Zukunfts-Aussichten

Zu schaffen machen dem Aktienkurs aber v. a. die verhaltenen Zukunfts-Aussichten. Die Auftragsbücher sind längst nicht mehr prall gefüllt – ganz im Gegenteil:

Der Auftrags-Eingang hat sich in den ersten 9 Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum halbiert auf ein Volumen von nur noch 1,1 Mrd. €.

Aus Sicht von Nordex liegt das vor allen Dingen am neuen Ausschreibungs-System in Deutschland, das 2017 in Kraft getreten ist und eine längere Projekt-Vorlaufzeit vorsieht.

Negative Effekte auf der Nachfrage-Seite haben in letzter Zeit die gesamte Branche unter Druck gesetzt.

Auch die Konkurrenten hatten bereits schwache Zahlen vorgelegt und Prognosen gekappt. Bei Siemens Gamesa werden zahlreiche Stellen gestrichen.

Der Konkurrenz geht’s auch nicht besser

À propos: Siemens Gamesa rechnet auch im kommenden Jahr nicht mit einer Besserung, sondern mit einer weiteren Verschlimmerung der Lage.

Der Umsatz dürfte dann um 10 – 20% zurückgehen im Vergleich zum aktuellen, auch schon relativ schwachen Jahr.

Nordex selbst gibt solche Zukunfts-Vorhersagen schon gar nicht mehr heraus.

Anleger gehen jedoch davon aus, dass die Probleme der Konkurrenz auch die Probleme von Nordex sein werden, denn sie sind struktureller Natur und wenig hausgemacht.

Nordex-Aktie taumelt ins Minus

Die Aktie von Nordex taumelt unterdessen immer weiter abwärts:

Auf Jahressicht hat sie bereits rund 60% an Wert eingebüßt und hat erst vor wenigen Tagen einen neuen Tiefpunkt markiert.

Zu einem Kurs von gerade einmal 7,43 € wurde das Papier am Freitag gehandelt – Anfang des Jahres waren noch mehr als 20 € fällig.

Analysten rechnen unterdessen nicht mit einer Trendwende. Viele warnen davor, dass sich die Nordex-Aktie auf dem niedrigen aktuellen Niveau einpendeln oder sogar noch weiter fallen könnte.

Einen Anstieg auf mehr als 10 € traut ihr derzeit keiner zu.


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18. November 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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