Nordex: Nachfrage boomt und verleiht Aktie in 2015 Flügel

Nordex-Anleger können entspannt Silvester feiern. Wer zu Beginn des Jahres auf den Titel gesetzt hat, musste zwar gleich im Januar einen Rücksetzer auf 9,20 Euro verkraften – danach aber ging es stetig aufwärts.

Die Aufholjagd im Mai katapultierte die Aktie auf ihr Jahreshoch, das im Juni bei 17 Euro markiert wurde und nun kurz vor Jahresschluss nur knapp unterboten wird. Insgesamt hat das Papier in 2014 um rund 57 Prozent zugelegt – Tendenz steigend.

2014-12-30 Nordex

Analysten sehen weiteres Wachstumspotenzial und empfehlen die Aktie unisono zum Kauf. Das Kursziel wird im Schnitt mit 17 bis 18 Euro bewertet, Experten von Warburg Research sehen die Aktie sogar bei 20 Euro.

Kein Wunder, denn Nordex bietet auch fundamental eine starke Basis für weitere Wachstumschancen.

Windkraftbranche freut sich über volle Auftragsbücher

Das Geschäft mit der Windkraft boomt. Immer mehr Stromanbieter und auch Endverbraucher setzen auf erneuerbare Energien. In einer vergleichsweise sonnenstundenarmen Region wie Deutschland, aber auch in anderen Ländern Mittel- und Nordeuropas ist daher vor allem die Installation von Windparks attraktiv.

Allein in Deutschland konnte verzeichnete Nordex ein Bestellplus von 36 Prozent im vierten Quartal. Die politisch gewollten Klimaschutzziele der Europäischen Union spielen der Branche zusätzlich in die Hände, füllen die Auftragsbücher – und lassen damit letztlich auch den Aktienkurs steigen.

Nordex: Große Pläne für die nächsten Jahre

Ihren größten Lauf hat die Nordex-Aktie bereits hinter sich. 2013 schoss das Papier durch die Decke, in den vergangenen drei Jahren konnte sie ihren Wert verdreifachen. Doch auch das Wachstum 2014 war beachtlich, und der Trend dürfte sich – wenn auch womöglich in weniger rasantem Tempo – weiter fortsetzen.

Der Nordex-Vorstand um Jürgen Zeschky hat jedenfalls ambitionierte Pläne für die kommenden Jahre. So sollen jedes Jahr zwei neue Märkte erschlossen werden. Der Umsatz soll bis 2017 auf 2 Milliarden Euro gesteigert werden von rund 1,6 Milliarden im Jahr 2014. Im gleichen Zeitraum soll die Marge von derzeit 4 bis 5 Prozent auf künftig 7 bis 8 Prozent steigen.

Mittelfristig dürfte sich das Investment also auch in Zukunft auszahlen, eine grundsätzliche Erfolgsbremse ist derzeit nicht auszumachen.

TecDax-Werte als lohnende Alternative

Insgesamt lohnt sich für Anleger der Blick auf den TecDax und seine Einzelwerte. Dort wurden im Jahr 2014 die größten Erfolge erzielt.

Während der Dax binnen Jahresfrist um gerade einmal knapp 5 Prozent zulegen konnte, verbuchte der Nebenwerteindex der Technologieunternehmen einen Anstieg von rund 18 Prozent. Vier der fünf stärksten deutschen Aktien des Jahres sind im TecDax gelistet.

Fazit: Trotz ihrer insgesamt geringeren Medienpräsenz ist auch die vermeintlich zweite Reihe längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine ernstzunehmende Investment-Variante.

31. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt