Nordex startet mit Rückenwind ins neue Jahr

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Die Nordex-Aktie hat 2019 eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Für 2020 stehen die Chancen nicht schlecht, der Wert bleibt aber spekulativ. (Foto: Lukassek / shutterstock.com)

Was für ein turbulenter Jahresauftakt: Die Krisen weltweit haben kurzfristig schlagartig zugenommen und die Börsen reagierten verunsichert. Inzwischen ist aber wieder etwas Ruhe eingekehrt und die Unternehmensnachrichten rücken mehr in den Fokus. Am gestrigen Tag machte Nordex mit einer positiven Meldung auf sich aufmerksam.

Unternehmensportrait

Die Nordex SE – mit Verwaltungssitz in Hamburg und der Produktionsstätte in Rostock – zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Windenergieanlagen. Zum Kerngeschäft des Unternehmens gehört die Fertigung, Errichtung und Wartung von Windkraftanlagen; in manchen Märkten ist Nordex ebenfalls in der Planung von Windparks bis hin zu deren schlüsselfertiger Errichtung tätig.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 5.000 Mitarbeiter und gehört zu den umsatzstärksten Konzernen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Großaufträge im Dezember

Gestern gab der Windkraftanlagen-Hersteller bekannt, sich pünktlich zum Ende des vergangenen Jahres mehrere Großaufträge in Europa gesichert zu haben. So wurden im letzten Monat Bestellungen im Gesamtvolumen von 308 Megawatt (MW) erzielt.

Größter Absatzmarkt war die Türkei, wo der Konzern Aufträge für drei Projekte über insgesamt 105 MW erhielt. Weitere Aufträge stammten laut den Angaben aus Italien und Spanien sowie aus Frankreich, Finnland, Deutschland und Kroatien. Ohnehin gab es im 4. Quartal des abgelaufenen Jahres bereits einige Meldungen über Großaufträge.

Weiteres Potenzial für Windkraft in Deutschland

Auch eine andere Meldung sollte für weitere Zuversicht der Branche beitragen: Der neue Geschäftsführer des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, Stefan Kapferer, sieht trotz viel Kritik Potenzial für Windräder an Land. Demnach gebe es noch viele Flächen, die man dafür besser nutzen kann, so seine Einschätzung. Hier wurden auch Regionen in Nähe der Flughäfen genannt. Gemeinsam mit der Deutsche Flugsicherung könnten Technologien entwickelt werden, die Windausbau und Sicherheit gemeinsam zulassen. Die Nordex SE dürfte von dieser Entwicklung natürlich profitieren.

Aktie in Seitwärtsbewegung

Insgesamt zeigte sich die Aktie bislang nicht unbedingt als der große Profiteur der angestrebten Energiewende in Deutschland. Nach einem rasanten Höhenflug, der im Frühjahr des vergangenen Jahres mit Kursen von rund 15 Euro seinen Höhepunkt fand, ging es dann im Sommer deutlich nach unten. Mit einem Kurs von rund 7,70 Euro notierte die Aktie dann auf Jahrestief. Inzwischen vollzieht der Wert eine Seitwärtsbewegung, die zwischen 11 und 13 Euro verläuft.

Auf Grund der Ausrichtung und der weiter einsetzenden Diskussionen, wie der Energiewandel schnell vollzogen werden kann – bis hin zu Anreizprogrammen, um die Akzeptanz von Windrädern deutlich zu erhöhen -, sehe ich die Nordex-Aktie grundsätzlich chancenreich, allerdings ist der Wert recht spekulativ und sehr volatil (schwankungsintensiv).

Mit Spannung darf auf die Jahreszahlen und (noch wichtiger) den Ausblick auf das laufende Jahr gewartet werden, die aber erst im März zur Veröffentlichung anstehen.

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Dieser TecDAX-Wert hat nach dem Turnaround PotenzialDie Nordex-Aktie steht kurz davor, ihre langfristige Bodenbildung abzuschließen. Gelingt der Turnaround, hat die Aktie weiteres Potenzial. › mehr lesen


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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