Nordex: Was kommt nach der Talsohle?

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Regenerative Energie ist auch weiter ein Zukunftsthema. Wir erklären Ihnen, ob die Aktie von Nordex profitieren kann. (Foto: Lukassek / shutterstock.com)

Der Protest der Bewegung Fridays for Future ist im Zuge der Coroa-Krise weitgehend verstummt. Doch das heißt nicht, dass Klimaschutz künftig keine Priorität mehr hat. Es ist sogar damit zu rechnen, dass staatliche Investitionen nach der Krise gerade in diesen Bereich gehen. Neben digitalen Netzen sind regenerative Energien wichtige Säulen einer nachhaltigen Zukunft. Profiteur einer solchen Entwicklung könnte der Spezialist für Windkraft-Anlagen Nordex sein. Doch wie ist das Unternehmen aufgestellt? Lohnt sich die Aktie? Wir haben für Sie den Check gemacht! Lesen Sie weiter!

Gute Entwicklung im Bereich Service

Nordex ist einer der technologisch führenden Anbieter von Windkraftanlagen und profitiert besonders vom Trend zur Großanlage. Das Produktprogramm reicht bis zur derzeit größten Serien-Windkraftanlage der Welt (N80/2.500 kW). Damit verfügt Nordex über praxiserprobte, effiziente Hochleistungs-Windturbinen für das Festland. Das Unternehmen ist weltweit in über 40 Märkten mit Büros und Tochtergesellschaften vertreten.

Nordex steigerte 2019 den Umsatz um 33,6% auf 3,28 Mrd €. Die Gruppe installierte in 21 Ländern 938 Windenergieanlagen (2018: 828) mit einer Gesamtleistung von 3,1 GW (2018: 2,5 GW). Die Sparte Service erhöhte ihren Umsatz um 17,7% auf 403,2 Mio € und war so mit 12% am Umsatz beteiligt. Zum Jahresende betreute Nordex weltweit 7.760 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 19,6 GW, oft über langjährige Serviceverträge.

Besonders erfreulich: Ende des Jahres konnte Nordex einen Kunden für einen 99-MW-Windpark in Italien von der Servicekompetenz als Anlagenhersteller überzeugen und von einem Drittanbieter zurückgewinnen. Der Auftragsbestand im Segment Service stieg um 14,4% auf 2,53 Mrd €.

Es geht aufwärts bei Nordex

Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 22,8 auf 18,6%. Diese Entwicklung war in erster Linie von der Kapitalerhöhung im Oktober 2019 und dem negativen Ergebnis beeinflusst. Dabei stieg die Bilanzsumme stärker als das Eigenkapital, so dass die Quote rückläufig war. Nordex hat das vergangene Jahr genutzt, um das Produktportfolio weiter auszubauen und die Effizienz der Produkte zu erhöhen.

2020 hat Nordex mit einem Auftragsbestand für neue Windenergieanlagen von 5,5 Mrd € begonnen, der somit 43% über dem Vorjahr lag. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und ein weiter steigendes operatives Ergebnis. Sollte es in der Folge der Pandemie zu wesentlichen Störungen kommen, könnte eine Korrektur erforderlich sein. Nordex hat die Talsohle durchschritten. Die Aktie ist solide, nachhaltige Impulse sehen wir aber noch nicht.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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