Nordkorea mit Raketentest – Börsen mit massiven Verlusten

Erneuter Raketentest Nordkoreas = Wirbel an den Finanzmärkten: Bei den Aktien geht es drastisch runter, der Goldpreis springt deutlich an. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Heute bekommen wir einen kleinen Eindruck davon, was passieren kann, wenn äußere Einflüsse überraschend auftauchen:

Einmal mehr hat Nordkorea mit einem Raketentest geschockt. Dieses Mal flog die Rakete sogar über Nordjapan hinweg.

Damit erhöhen sich nicht nur die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA, jetzt sind auch die direkten Nachbarn wie eben Japan in Alarmbereitschaft versetzt.

Finanzmarkt zeigt sich von erneutem Raketentest geschockt

Als diese Meldung in den frühen Morgenstunden auftauchte, hatte das gleich massive Auswirkungen auf den Finanzmarkt:

Der DAX rauschte nach unten und konnte auch die wichtige Marke von 12.000 Punkten nicht mehr halten, in der Spitze verlor deutsche Leitindex deutlich mehr als 2% an Wert.

Gleichzeitig kletterte der Goldpreis deutlich an:

Mit rund 1.320 Dollar pro Unze erreicht der Goldpreis das höchste Niveau seit den Wahlen in den Vereinigten Staaten im November vergangenen Jahres.

Der überraschende Wahlsieg von Donald Trump hatte zunächst den Preis für Gold ansteigen lassen, danach folgte jedoch eine deutliche Schwäche-Phase.

Jetzt sieht es wieder danach aus, dass die Märkte stärker durcheinandergewirbelt werden, die Phase der offensichtlichen Ruhe ist wohl erst einmal vorbei.

Zusätzlich ist der September auch noch ein schwacher Börsenmonat

Und dann spielt auch noch ein saisonaler Effekt eine wichtige Rolle: Schon bald beginnt der September. Statistisch gesehen ist das der schwächste Börsenmonat des Jahres.

Insofern sorgen die äußeren Faktoren durch die Verschärfung des Nordkorea-Konflikts und die Kaufzurückhaltung vieler Investoren aufgrund der saisonalen Effekte für einen gefährlichen Mix an den Börsen.

Und so ist es gut möglich, dass es in den nächsten Wochen weiter deutlich nach unten gehen wird.

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Schwache Unternehmens-Meldungen verstärken diesen Effekt

Dazu könnten auch einige schwache Unternehmens-Meldungen beitragen.

Wie heftig negative Meldungen ausfallen können, muss heute der deutsche TV-Konzern ProSiebenSat.1 Media erleben:

Allein die Ankündigung, dass die Werbe-Umsätze im 3. Quartal etwas schwächer als im Vorjahr ausfallen werden, lässt die Aktie 2-stellig einbrechen.

Dabei geht es erst einmal nur um die Werbe-Umsätze in 1 Quartal.

An den Jahreszielen mit einem geringen Wachstum beim Umsatz und operativen Gewinn hält das Unternehmen nämlich erst einmal noch fest.

Doch wie nervös die Börsen letzten Endes dann doch sind, zeigt sich an dem massiven Kursverfall am heutigen Tag.

Ausblick und Fazit

Ich erwarte den kommenden Wochen noch etliche weitere schwache Unternehmens-Meldungen. Hierfür gibt es einfach zu viele Krisen-Signale.

Besonders im Fokus steht hierbei die Automobil-Branche:

So werden die Ausweitung des Diesel-Skandals und die Diskussion über mögliche Fahrverbote für ältere Diesel sicherlich nicht gerade zu einem Absatz-Boom bei den deutschen Auto-Herstellern beigetragen haben.

Diese brisante Mischung aus eher schwachen Unternehmens-Nachrichten und einem instabilen geopolitischen Umfeld sollte ihnen eines klarmachen:

Gerade jetzt ist es extrem wichtig, dass Sie Ihr Vermögen aktiv absichern!


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.