Norma Group: Zahlen können überzeugen

Auch in Deutschland ist die Quartalsberichtssaison gestartet. Die Norma Group überrascht dabei positiv.

In den USA hat die Quartalsberichtssaison begonnen. Mit den Netflix-Zahlen gab es dort bereits ein erstes Highlight. Hierzulande veröffentlichen die meisten Unternehmen ihre Ergebnisse etwas später. Doch auch deutsche Unternehmen haben schon Zahlen präsentiert.  Einen dieser Werte, dessen Ergebnisse überzeugen konnten, möchte ich Ihnen heute vorstellen.

Unternehmensportrait

Die NORMA Group – mit Sitz in Maintal – ist ein internationaler Markt- und Technologieführer für hochentwickelte Verbindungstechnik, Dabei besitzt der Konzern über 60 Jahre Erfahrung in der Herstellung und Produktentwicklung. Das Unternehmen mit rund 7.000 Mitarbeitern verfügt über ein weltweites Netzwerk mit zahlreichen Produktionsstätten und Vertriebsstandorten in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum.

Das Unternehmen fertigt ein breites Sortiment innovativer Verbindungslösungen in drei Produktkategorien (Befestigungsschellen, Verbindungselemente und Fluidsysteme) und gilt als führender Anbieter von Systemlösungen.

Derzeit genießt die NORMA Group das Vertrauen von mehr als 10.000 Kunden in 100 Ländern. Dabei kommen die Produkte von Norma sowohl als Schlauch- und Steckverbindungen in Autos und Nutzfahrzeugen zum Einsatz, aber auch in der Landwirtschaft, etwa in Bewässerungssystemen.

Jahresergebnis besser als erwartet

Die Erwartungen bezüglich des Jahresergebnisses waren recht hoch und wurden dennoch übertroffen. Vor allem die gute Nachfrage in der Region Amerika sorgte für ein Wachstum von 8,5%. Das belegen die ersten ungeprüften Zahlen, die am Montag vorgelegt wurden. Zuvor war der Vorstand von einem Plus zwischen 4 und 7% ausgegangen. Auch die beiden anderen Regionen Asien-Pazifik und EMEA wuchsen stärker als zuletzt erwartet, hieß es weiter.

Insgesamt gab es im Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzplus von 13,7% auf rund 1,017 Mrd. Euro. Hier halfen auch die jüngsten Zukäufe. Nach diesem ersten Zahlenwerk wird nun eine bereinigte Ebita-Marge (bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) von leicht über 17% für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Rohstoffpreise wird diese Kennziffer allerdings unter dem Vorjahresniveau liegen.

Aufwärtstrend der Aktie intakt

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie in einem intakten Aufwärtstrendkanal. Dabei wurde im November eine Widerstandslinie bei knapp 64 Euro ausgebildet, die jedoch nach den vorgelegten Daten jetzt kurzfristig in Angriff genommen werden könnte.

Fundamental noch Spielraum nach oben

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17 ist die Aktie im Vergleich noch recht günstig bewertet. Somit besitzt die Aktie aus fundamentaler Sicht noch einigen Spielraum für weitere Kursgewinne. Allerdings verfügt die Dividendenrendite von knapp 2% noch Luft nach oben. Wenn Sie sich für Nebenwerte interessieren, ist die Aktie der Norma Group auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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