NORMA: Small-Cap-Aktie des Monats

Stutzen, Schellen oder Befestigungs-Systeme; besonders attraktiv sind die Produkte von NORMA nicht wirklich – die Aktie aber sehr wohl! (Foto: Norma Group)

Verbindungs-Systeme hören sich zwar nicht gerade spannend an, bei den Produkten und Lösungen handelt es sich jedoch um Hochtechnologie.

Und die Nachfrage nach Verbindungs-Technologie wächst im Durchschnitt um 2 – 4 Prozentpunkte schneller als die Märkte.

Maßanfertigungen und Standard-Lösungen

NORMA vertreibt die Produkte als hochentwickelte Verbindungs-Technik (Engineered Joining Technologies, EJT) und als Vertriebs-Service (Distribution Services, DS).

Im Bereich EJT baut das Unternehmen auf über 60-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der Produkt-Entwicklung und -fertigung.

Hier werden den Kunden maßgeschneiderte und individuell angepasste Lösungen angeboten.

In der 2. Säule DS vertreibt der Konzern unter seinen Marken

  • (ABA,
  • BREEZE,
  • Gemi,
  • NORMA,
  • R. G. RAY,
  • Serflex,
  • Serratub,
  • TERRY
  • und Torca)

ein breites Sortiment hochqualitativer, standardisierter Verbindungs-Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungs-Bereiche.

Das A und O bei NORMA: Qualität

Bei all seinen Produkten setzt NORMA auf Lösungen, die sich durch außerordentliche Funktions-Leistung, Lebensdauer und Qualität auszeichnen.

Die NORMA Group arbeitet eng mit Lieferanten und Endkunden zusammen und verbessert kontinuierlich die eigenen Produkte.

Megatrends fest im Blick

Mit seinen Produkten setzt NORMA zudem auf die globalen Megatrends wie das zunehmende Umwelt-Bewusstsein, die Emissions-Reduzierung und Gewichts-Minderung.

Die erfordern wiederum innovative Produkte und leichtere, aber dennoch feste Materialen.

Gerade diese intensive und vorausschauende Forschungs- und Entwicklungs-Arbeit ist ein wichtiger Baustein, um die führende Position auf dem Gebiet der hochentwickelten Verbindungs-Techniken aufrechtzuerhalten.

NORMA stellt beispielsweise für neue Emissions-Standards, wie die Euro-6-Abgasnorm in Europa, die erforderliche Verbindungs-Technik bereit.

Sollte dieser Kurs fortgesetzt werden, wird dies langfristig zu anhaltend guten Geschäften führen.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen

Die NORMA Group hat den Umsatz im 1. Quartal um 12,5% auf knapp 255 Mio. € gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) legte bereinigt um 28,5% auf 42,8 Mio. € zu.

Durch ihre führende Marktposition in verschiedenen High-Tech-Bereichen verfügt die NORMA Group über eine hohe Preissetzungs-Macht.

Und so erzielt man seit Jahren eine operative Gewinnmarge von 16 – 18%.

Angesichts dieser Ergebnisse fiel es dem Vorstands-Chef nicht schwer die Prognose für das Gesamtjahr zu bestätigen:

Der Umsatz soll organisch um 2 – 4% wachsen. Hinzu kommen rund 45 Mio. € aus Übernahmen.

Insgesamt ergibt das ein Umsatzziel von 976 Mio. €. Das wären 9,6% mehr als 2016.

Übernahmen stärken das Portfolio

Im Januar wurde der Schellen-Produzent Lifial mit Sitz in Portugal übernommen.

Der Betrieb beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte an Kunden in Europa und Nordafrika.

Mit der Akquisition von Lifial hat die NORMA Group ihr Produkt-Angebot im Distribution-Services-Geschäft sowie ihre Marktposition in Europa und insbesondere auf der Iberischen Halbinsel gestärkt.

Anfang März hat die NORMA Group den Kaufvertrag zur Übernahme von 80% der Anteile an Fengfan mit Sitz in China unterzeichnet.

Fengfan stellt Verbindungs-Produkte aus Edelstahl, Nylon und Spezial-Stoffen her.

Das Portfolio umfasst Kabelbinder, Befestigungs-Elemente und speziell beschichtete, feuerfeste Textilien.

Mit der Akquisition von Fengfan erweitert die NORMA Group das Produkt-Portfolio und baut die Position im chinesischen Markt aus.

Fazit

Langweilig und nicht wirklich spektakulär kommen die Produkte der NORMA Group daher.

Doch die Verbindungs-Elemente und Fluid-Systeme haben es in sich: Sie sind in vielen Bereichen ein unverzichtbarer Bestandteil, um Komponenten sicher miteinander zu verbinden.

Und so sprechen das Geschäftsmodell und die Expansions-Strategie für anhaltend profitables Wachstum.

Eine gesunde Bilanz und ein starker Cashflow sowie eine ausbaufähige Dividendenrendite von 2,3% runden das erfreuliche Gesamtbild ab.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.