Norwegischer Staatsfonds mit Milliardengewinnen

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Der norwegische Staatsfonds hat trotz Corona-Pandemie zuletzt Milliardengewinne eingefahren. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Seit einigen Tagen befinden sich die Börsen unter dem Strich wieder im Rückwärtsgang. Grund dafür sind vor allem neue Corona-Ängste und Unsicherheiten rund um die Präsidentschaftswahl in den USA. Insgesamt ist an den Börsen seit Sommer aber nicht viel passiert.

Schauen wir uns einmal den DAX näher an: Der deutsche Leitindex notierte Anfang Juni bereits auf dem Niveau von heute. Seither pendelte er seitwärts zwischen grob 12.500 und 13.200 Punkten. Nach meiner Einschätzung wird in diesen Tagen das Fundament für eine Fortsetzung der Rally gelegt.

Der steile Anstieg von März bis Juni von etwa 8.200 auf 12.500 DAX-Punkte ging ein wenig zu schnell und musste in der Folge „verdaut“ werden. Dieser „Verdauungsvorgang“ dauert nun schon rund 4,5 Monate an. Ich bin überzeugt davon, dass die Rally nach der Präsidentschaftswahl in den USA in eine neue Runde geht. Wer die Wahl gewinnt, ist der Börse fast egal. Es muss nur eine klare Entscheidung geben.

Hinzu kommt: Es spricht derzeit einiges dafür, dass bereits im kommenden Monat oder im Dezember ein erster Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung erhält. Es gibt also keinen Grund, sich von den Kursrücksetzern der vergangenen Tage verunsichern zu lassen.

Blicken wir nun noch auf Fondsmanager, die sich ebenfalls nicht verunsichern ließen und damit zuletzt trotz Corona beachtliche Renditen erzielt haben. Die Rede ist von den Managern des norwegischen Staatsfonds.

Hohe Gewinne dank US-Technologieaktien

Der norwegische Staatsfonds hat insbesondere dank starker Performance der US-Techwerte im 3. Quartal des laufenden Jahres einen Milliardengewinn eingefahren. Der Wert des Staatsfonds stieg allein in den Monaten Juli bis September dieses Jahres um 412 Mrd. Norwegische Kronen (NOK) bzw. rund 44 Mrd. US-Dollar.

Das bedeutet eine Rendite von 4,3% im 3. Quartal für den größten Staatsfonds der Welt. Insgesamt seien die Finanzmärkte im Sommer zwar noch von der Corona-bedingten Unsicherheit beeinflusst gewesen, so Nicolai Tangen, neuer Chef des norwegischen Staatsfonds. Dennoch haben die Aktienmärkte eine gute Rendite gebracht, ergänzt er.

Dies sei vor allem dem US-Technologiesektor zu verdanken gewesen. Starke Fondspositionen waren im 3. Quartal beispielsweise Amazon, Microsoft und Apple. Besonders schlecht schnitten hingegen der Ölkonzern Shell und die Banken HSBC und JP Morgan Chase ab.

Fondschef Nicolai Tangen ist mit der Entwicklung des laufenden Jahres bis hierhin zufrieden. Der ehemalige Hedgefondsmanager ist aber erst seit September Chef des weltgrößten Staatsfonds. Um seine Arbeit beurteilen zu können, muss man also noch einige Quartale warten.

Tangen formulierte sein Ziel wie folgt: Er will Wohlstand für kommende Generationen schaffen. Derzeit entfallen bereits rund 185.000 Euro des Fondsvermögens auf jeden norwegischen Bürger. Mal schauen, ob er den Wohlstand der Norweger weiter steigern kann. Meine Prognose: Da der norwegische Staatsfonds besonders stark in Aktien und damit in die mit Abstand beste Anlageklasse investiert, stehen die Chancen gut.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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