Notenbanken horten weiter Gold

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Auf dem globalen Goldmarkt sind die Notenbanken weiterhin wichtig und treiben so die Preise an. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

In dieser Woche befinden sich viele Standardaktien auf dem Rückzug. Einmal mehr hat US-Präsident Donald Trump die internationalen Finanzmärkte massiv verunsichert. Es ist eben nicht klar, ob es zu großen Strafzöllen gegen China kommt. Und genau das fällt jetzt in eine Phase, wo Delegationen beider Länder erst einmal die Handelsstreitigkeiten aus dem Weg räumen wollten.

Diese kurzfristige Entwicklung hat auch Auswirkungen auf den Goldmarkt – denn je größer die Unsicherheit an den Finanzmärkten, desto wichtiger wird Gold als Wertespeicher. Das haben nicht nur Privatinvestoren erkannt. Das haben zuletzt immer stärker auch die internationalen Notenbanken erkannt. Deren Bedeutung für den Goldmarkt hat massiv zugenommen.

Wie massiv die Bedeutung ist, zeigen immer wieder aktuelle Daten dazu. Genau diese Daten hat jetzt mein Kollege Oliver Groß, der Chefredakteur des Börsendienstes „Der Rohstoff-Anleger“ aufbereitet:

Gold: Zentralbank-Käufe steigen auf neues Rekordhoch

Die führenden Notenbanken setzten zur Absicherung und Diversifikation der Währungsreserven weiter auf das gelbe Metall, das seit Jahrtausenden als verlässlicher “Wertespeicher” gilt. Im 1. Quartal 2019 haben Notenbanken 145,5 Tonnen physisches Gold erworben.

Das entspricht einer Steigerung von satten 68% gegenüber der Vorjahresperiode und ist das stärkste 1. Quartal seit 2013. Das führt dazu, dass die Goldkäufe der Zentralbanken im 12-Monats-Durchschnitt auf über 700 Tonnen Gold ansteigen. Dadurch wird ein neuer Rekord erzielt.

Erwähnenswert ist außerdem, dass Gold-ETFs Zuflüsse von 40,3 Tonnen Gold im 1. Quartal erhielten, was einer Steigerung von 49% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Schmucknachfrage betrug im 1. Quartal 530,3 Tonnen und lag damit auf dem Vorjahresniveau. Indien zeigte sich hier als größter Käufer. Die Gold-Nachfrage der Elektronikindustrie summierte sich währenddessen auf 79,3 Tonnen.

Goldpreis: Seitwärtsphase bleibt bestehen – Das Warten auf den Ausbruch

Der Goldpreis (in US-Dollar) kam nach dem starken Jahresauftakt in den letzten Wochen wieder etwas zurück. Das lag vor allem an der Hausse an den globalen Aktienmärkten, in der Absicherungsinstrumente zuletzt nicht so stark gefragt waren.

Im Hinblick der Rekordhausse in den USA hat sich der Goldpreis in meinen Augen ganz gut geschlagen. Wir warten hier weiter geduldig auf den nächsten Ausbruch. Für eine große Ausbruchsbewegung nach oben benötigen wir einen Monatsschlusskurs über 1.400 USD/Unze.“

Soweit Oliver Groß mit der aktuellen Einschätzung zum Goldpreis. Fakt ist: Ein Niveau von mehr als 1.400 Dollar/Unze gab es zuletzt im Jahr 2015. Seitdem hat sich der Goldpreis bestenfalls seitwärts entwickelt. Ich bin wirklich gespannt, ob die aktuellen Entwicklungen dem Goldpreis auf die Sprünge helfen.

Gold Körner – shutterstock_567952783 optimarc

Diese Goldaktie sollten Sie sich jetzt ganz genau anschauenEs gibt viele Goldaktien – doch nur wenige haben ein ganz stabiles Geschäftsmodell, das unabhängig von einzelnen Minen funktioniert. Franco Nevada gehört auf jeden Fall dazu. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Heiko Böhmer. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz