Notenbanken treiben die Aktienmärkte aufwärts

Vor wenigen Tagen habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass die Börse sofort mit frischem Geld angetrieben wird, wenn sie mal schwächelt. Und wiederholt nenne ich Ihnen deshalb Liquidität, Liquidität und nochmals Liquidität als die drei Kurstreiber der Märkte.

Das hat sich gerade erneut bestätigt und so empfehle ich Ihnen den Kauf von Call-Optionen auf starke Aktienwerte, denn damit haben Sie die besten Gewinn-Chancen.

Geldpumpe in China angeworfen

Zum Wochenstart erfreute dieses Mal China die Märkte, denn die chinesische Notenbank hat erneut die Zinsen gesenkt.

Sofort legte der japanische Aktienindex Nikkei zu und gab damit eine gute Vorlage für den europäischen und US-Aktienmarkt. Der DAX 30 Index konnte seine Kursgewinne vom Ende der vorigen Woche halten und der Dow Jones notierte auch oberhalb der 18.000 Punkte.

Geldpumpe in USA wird in Stellung gebracht

Gleichzeitig kann darüber spekuliert werden, wer als nächstes die Geldpumpe anschmeißt. Es könnten durchaus die USA sein. Offiziell wird zwar über eine Anhebung der Leitzinsen nachgedacht und das Ankaufprogramm für Staatsanleihen ist ausgelaufen. Aber es gibt erste Spekulationen, dass bei der US-Notenbank Fed ein Umdenken in Gang gesetzt hat.

Denn die US-Wirtschaft ist nicht so stark, wie offiziell verkündet wird. So waren zwar die Arbeitsmarktdaten für April 2015, die Ende letzter Woche bekannt gegeben wurden, gut.

Aber zwischen den Zeilen ließ sich durchaus herauslesen, dass nicht alles rund läuft. Denn gleichzeitig wurde gemeldet, dass die Anzahl neu geschaffener Stellen für März 2015 drastisch nach untern korrigiert wurde und zwar auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2012.

Wegen der schwachen Arbeitsmarktdaten würde ich mich nicht wundern, wenn bei einer der nächsten Sitzungsergebnisse der Fed angekündigt wird, dass man über ein neues Kaufprogramm für Staatsanleihen nachdenke.

Liquidität (fast) ohne Ende

Wie das „Abenteuer“ Liquidität ausgehen wird, weiß ich nicht. Irgendwann muss damit Schluss sein. Die Notenbanker wissen vermutlich selbst nicht, wie sie aus dieser Geldpolitik wieder heile raus kommen. Da diese Liquidität aber rund um den Globus in die Märkte gepumpt wird, wird das länger andauern, als so mancher Crashprophet sich denken kann.

DAX 30 Index und Dow Jones sehr stabil

Der Dow Jones und der DAX 30 Index bleiben jedenfalls aufgrund der neuen Liquiditätsspritze stabil und nah der Notierungen um ihr jeweiliges Allzeithoch. Es zeigt sich immer wieder:

Die Börse wird sofort mit frischem Geld angetrieben, wenn sie mal schwächelt. Deshalb empfehle ich Ihnen den Kauf von Call-Optionen auf starke Aktienwerte, denn damit haben Sie die besten Gewinn-Chancen.

Zum guten Schluss: Heute vor 151 Jahren, also am 12.05.1864, kam der deutsche Schriftsteller und Redakteur Cäsar Otto Hugo Flaischlen, bekannt unter seinem Pseudonym Cäsar Stuart, zur Welt. Er hinterließ uns die Worte:

„Das ist das schlimmste von allen Übeln, im Vergangenen herumzugrübeln.“

Eine kleine Weisheit, wie gemacht für die Börse. Ging ein Trade schief? Ist normal. Gehört dazu. Abhaken, vergessen. Positiv nach vorne schauen, mit dieser Einstellung starte ich jeden Morgen in den Börsentag und das wünsche ich Ihnen auch.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

12. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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