Nullzinsen fressen Ihr Vermögen auf – IWF will das noch forcieren

Die Phase der aktuellen Nullzinsen hat massive Folgen für Ihr Vermögen; so verlieren Sie stetig Geld. Das liegt schlicht und […] (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die Phase der aktuellen Nullzinsen hat massive Folgen für Ihr Vermögen; so verlieren Sie stetig Geld.

Das liegt schlicht und einfach daran: Auf Ihr Erspartes bekommen Sie kaum noch Zinsen.

IWF gießt Öl ins Feuer

Zuletzt ist jedoch die Inflationsrate wieder etwas angestiegen und erreichte im April 2017 beispielsweise 1,5%.

Das sorgt, bezogen auf die Realzinsen, für einen Wertverlust beim Vermögen. Denn bei den Realzinsen zieht man die Inflationsrate vom aktuellen Markt ab.

Diese Situation ist an sich schon gefährlich. So sind immer mehr Investoren gezwungen höhere Risiken einzugehen. Dazu gehören z. B. auch massive Käufe von Aktien.

Das mag erst einmal gutgehen, doch schon jetzt sehen wir die extrem hoch spekulierten Kurse an den Börsen:

Sowohl in Europa als auch in den USA notieren die Indizes nahe den Höchstständen. Das birgt Gefahren für Rückschläge bis hin zum Crash.

Aber nun tritt einmal mehr der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Forderung an Deutschland heran, die mich aufhorchen lässt:

So sollen wirtschaftlich gesunde Länder, wie eben Deutschland, auch mittelfristig höhere Inflationsraten in Kauf nehmen.

Enteignung der Sparer soll sogar noch ausgeweitet werden

Dabei sollen aber die Zinsen auf dem Niveau verharren, auf dem Sie aktuell sind.

Was bedeutet das für die Praxis? Sie als Sparer haben dann immer weniger Kapital zur Verfügung. Daher kommt dem Vermögensschutz an dieser Stelle große Bedeutung zu.

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Eines muss Ihnen klar sein: Höhere Zinsen werden wir in der Euro-Zone so schnell nicht mehr erleben.

Erste Zinsschritte in den USA sind zwar inzwischen vollzogen worden. Doch das Ende der Fahnenstange dürfte dabei schon bald erreicht sein.

Und gerade der Aspekt der niedrigen Arbeitslosigkeit wird immer wieder angeführt, um die wirtschaftliche Stärke in den USA zu untermauern.

In Wirklichkeit ist das alles andere als ein tolles Zeichen. So ging die Arbeitslosen-Quote in den USA auch in den Jahren 2000 und 2007 deutlich zurück.

Aber danach folgte jeweils eine Rezession und massive Abstürze bei der US-Konjunktur.

Ich halte es für gut möglich, dass wir gerade in der Euro-Zone auch über etliche Jahre so niedrige Zinsen erleben wie derzeit.

Deflation wahrscheinlicher als bleibend hohe Inflation

Und dann bleibt für mich auch die Gefahr einer Deflation weiter hoch.

Die derzeit kurzfristig angetriebenen Inflationsraten basieren doch vielmehr nur darauf, dass die Preise im vergangenen Jahr 2016 deutlich niedriger waren als 2017.

Insofern ist in den kommenden Monaten mit einer deutlichen Beruhigung beim Anstieg der Verbraucher-Preise zu rechnen.

Sie sollten daher Ihren aktiven Vermögensschutz vorantreiben und vor allen Dingen auch gegen die Deflations-Gefahren, die uns ständig bevorstehen, absichern.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.