Nur 3,95% bis zum massiven Kaufsignal

„Nur 6,55% bis zum Glück“, habe ich Ihnen vor wenigen Tagen geschrieben. Da notierte der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 genau mit 2.000 Punkten und es fehlten nur die genannten 6,55% bis zum Allzeithoch und dem damit einhergehenden Kaufsignal.

Die Lage hat sich seitdem verbessert. Heute kann ich Ihnen schreiben, dass nur 3,95% fehlen, damit der S&P 500 das bestmögliche Kaufsignal liefert.

Denn wenn der S&P 500 auf Basis seiner Wochenschlusskurse 3,95% zulegt, notiert er auf Wochenschlussbasis mit Allzeithoch. Das starke Kaufsignal ergibt sich dann dadurch, dass bei einem Allzeithoch einer Aktie oder eines Indexes alle Investoren ein Plus verbuchen. Es gibt also keinen Verkaufsdruck.

S&P 500 notiert nur 3,95% unter Allzeithoch

Der S&P 500 notiert mit 2.050 Punkten. Das Allzeit­hoch auf Wochenschlusskursbasis liegt bei 2.131 Punkten. Es fehlen nur 3,95% und der S&P 500 hat sein Allzeithoch erneut erreicht. 3,95% Kursschwankung sind manchmal am Tag gegeben, in einer Woche sind sie nichts Besonderes. Es kann also täglich zu diesem Kaufsignal kommen.

Im untenstehenden Chart des S&P 500 auf Basis seiner Wochenschlusskurse sehen Sie, wie knapp der Index unter seinem Allzeithoch notiert.

Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter. Wenn es für Sie neu ist:

Ich nutze für meine Charts gerne die Wochenschlusskurse der Indizes oder Aktien. Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus. Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen. In dieser Chart-Einstellung analysiere ich den DAX 30 Index, Dow Jones, S&P 500 etc. Heute zeige ich Ihnen den aktuellen Chart des S&P 500.

S&P 500: Nur 3,95% und das Seitwärtsgeschiebe hat ein Ende

S&P500-Index_2016_03_21

Im Chart des S&P 500 auf Basis der Wochenschlusskurse habe ich die breite Seitwärtszone zwischen 2.000 und 2.100 Punkten grün markiert. Die läuft nun schon seit dem letzten Quartal des Jahres 2014. Zweimal ist der Kurs aus dieser Zone klar nach unten heraus und auch unter die Linie der gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) gefallen. (Erläuterung der GD-200 in paar Zeilen tiefer.)

Beide Male haben Anleger die günstigen Kurse zum Kauf genutzt und den S&P 500 dadurch wieder zurück in die Seitwärtszone geführt (lila markiert).

Jetzt hat der S&P 500 seine GD-200 wieder überwunden. Ein gutes Kaufsignal. Mit seiner aktuellen Notierung von 2.050 Punkten liegt er nur 3,95% unter seinem Allzeithoch. Eine Notierung mit neuem Allzeithoch ist ein noch stärkeres Kaufsignal. Das Seitwärtsgeschiebe und Zittern der letzten Wochen und Monate hätte ein Ende.

(Off Topic: Eine Leser hat mir bei meinem letzten Chart des S&P 500 mit der GD-200 geschrieben, dies sei die GD-50. Die GD-50 steht aber derzeit bei rund 1.930 Punkten und verläuft deutlich volatiler als die GD-200. Im Chart sehen Sie die GD-200.)

Gleitende Durchschnittskurse der letzten 200 Tage

Für die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) addieren Sie die Kurse der jeweils letzten 200 Tage und dividieren diese durch 200. Dadurch ergibt sich für jeden Tag ein Mittelkurs. Dieser wird in den Chart eingetragen und fortgeschrieben. Durch Verbindung der einzelnen Durchschnittskurse erhalten Sie die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200).

Bewertung der GD-200

Liegt der aktuelle Kurs über der GD-200, ist der Aufwärtstrend intakt. Liegt der aktuelle Kurs unter der GD-200, ist das ein Zeichen für Marktschwäche. Das alleine ist nicht ausschlaggebend, aber ein zusätzlicher Hinweis auf Stärke oder Schwäche des Indexes. Wie oben geschrieben:

Die Zurückeroberung GD-200 zeigt die Stärke des S&P 500. Noch verläuft die GD-200 aber abwärts, der Trend ist also auch noch abwärts gerichtet. Aber er dreht gerade aufwärts.

Licht und Schatten: Deshalb gilt weiter, was ich seit geraumer Zeit schreibe und empfehle:

Kaufen Sie Call-Optionen und sichern Sie diese ab, dann gehören Sie zu den Gewinnern

Kaufen Sie für je 3.000 Euro, die Sie in Call-Optionen auf starke Aktienwerte investieren, für 1.000 Euro Put-Optionen auf einen der wichtigen Aktienindizes (z.B. DAX 30 Index, S&P 500, Nasdaq oder Dow Jones). Mit einem nach dieser Strategie aufgestellten Depot investieren Sie sicher und sind gewinnoptimiert aufgestellt.

Zum guten Schluss: Heute vor 253 Jahren, also am 21.03.1763, kam der deutscher Schriftsteller Jean Paul zur Welt. Von ihm werden die Worte überliefert:

„Man sollte nicht Zeitvertreib, sondern Zeitgenuss sagen.“

Ich wünsche Ihnen eine Woche voller Zeitgenuss

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

21. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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