Nur 6,55% bis zum Glück

Ich habe eine sehr gute, eine gute und eine nicht so gute Nachricht für Sie.

Die sehr gute Nachricht: Es fehlt nicht viel, dann liefert der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 das bestmögliche Kaufsignal. Es fehlen nur 6,55% bis zum Allzeithoch, das gegebenenfalls gleichzeitig zum Kaufsignal führt.

Die gute Nachricht: Das Risiko weiterer Verluste bis hin zum Crash ist deutlich gesunken.

Die nicht so gute Nachricht: Der S&P 500 notiert derzeit nur am unteren Rand der Zone des Seitwärtsgeschiebes, die er seit Ende des Jahres 2014 innehat. Er tut sich extrem schwer, diese nach oben zu überwinden. Es muss und wird sich zeigen, ob es dieses Mal gelingt.

S&P 500 notiert 6,55% unter Allzeithoch

Der S&P 500 notiert mit 2.000 Punkten. Das Allzeit­hoch auf Wochenschlusskursbasis liegt bei 2.131 Punkten. Es fehlen nur 6,55% und er hat sein Allzeithoch erneut erreicht. Das sehen Sie im untenstehenden Chart des S&P 500 auf Basis seiner Wochenschlusskurse.

Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter. Wenn es für Sie neu ist:

Ich nutze für meine Charts gerne die Wochenschlusskurse der Indizes oder Aktien. Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus. Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen. In dieser Chart-Einstellung analysiere ich den DAX 30 Index, Dow Jones, S&P 500 etc.

Heute zeige ich Ihnen den aktuellen Chart des S&P 500.

S&P 500: Nur 6,55% bis zum Glück

S&P500-Index_2016_03_07

Im Chart des S&P 500 auf Basis der Wochenschlusskurse habe ich die breite Seitwärtszone zwischen 2.000 und 2.100 Punkten grün markiert. Die läuft nun schon seit dem letzten Quartal des Jahres 2014. Zweimal ist er aus dieser Zone klar nach unten heraus und auch unter die Linie der gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) gefallen. (Erläuterung der GD-200 in paar Zeilen tiefer.)

Beide Male haben Anleger die günstigen Kurse zum Kauf genutzt und den S&P 500 dadurch wieder zurück in die Seitwärtszone geführt (lila markiert). Und auch jetzt ist der S&P 500 dabei, die GD-200 wieder zu überwinden. Mit seiner aktuellen Notierung von glatt 2.000 Punkten liegt er nur 6,55% unter seinem Allzeithoch.

Eine Notierung mit neuem Allzeithoch ist charttechnisch ein starkes Kaufsignal. Das Seitwärtsgeschiebe und Zittern der letzten Wochen und Monate hätte ein Ende.

Gleitende Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200)

Für die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) addiert man die Kurse der jeweils letzten 200 Tage und dividiert diese durch 200. Dadurch ergibt sich für jeden Tag ein Mittelkurs. Dieser wird in den Chart eingetragen und fortgeschrieben. Durch Verbindung der einzelnen Durchschnittskurse erhält man die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200).

Bewertung der GD-200

Liegt der aktuelle Kurs über der GD-200, ist der Aufwärtstrend intakt. Liegt der aktuelle Kurs unter der GD-200, ist das ein Zeichen für Marktschwäche. Das alleine ist nicht ausschlaggebend, aber ein zusätzlicher Hinweis auf Stärke oder Schwäche des Indexes. Wie oben geschrieben:

Die Zurückeroberung GD-200 zeigt die Stärke des S&P 500. Weniger schön ist aber, dass die GD-200 noch abwärts zeigt, der Trend also noch abwärts gerichtet ist.

Licht und Schatten. deshalb gilt weiter, was ich seit geraumer Zeit schreibe und empfehle:

Kaufen Sie Call-Optionen und sichern Sie diese ab, dann gehören Sie zu den Gewinnern

Kaufen Sie für je 3.000 Euro, die Sie in Call-Optionen auf starke Aktienwerte investieren, für 1.000 Euro Put-Optionen auf einen der wichtigen Aktienindizes (z.B. DAX 30 Index, S&P 500, Nasdaq oder Dow Jones). Denn mit einem nach dieser Strategie aufgestellten Depot investieren Sie sicher und sind gewinnoptimiert aufgestellt.

Zum guten Schluss: Heute vor 150 Jahren, also am 07.03.1866, kam der deutsche Schriftsteller und Journalist Carl Friedrich Paul Ernst zur Welt. Er schrieb:

„Die heutigen Menschen glauben, daß man die Arbeit so einrichten müsse, daß sie möglichst viel Ertrag abwerfe. Das ist ein falscher Glaube. Man muß die Arbeit so einrichten, daß sie die Menschen beglückt.“

In seiner Aussage stimme ich Herrn Ernst zu. Sie galt um 1900 so wie jetzt, im neuen Jahrtausend. Für „möglichst viel Ertrag“ haben Sie ja die Börse und Optionen.

Ich wünsche Ihnen beglückende Arbeit und ertragreiche Börsengeschäfte

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

7. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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