Nutzen Sie die Saisonalität von AMD!

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Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) verläuft in den meisten Fällen zum Jahresende richtig gut. Schauen wir uns die Daten einmal genau an. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Immer wieder unterliegen Aktien einer bestimmten Saisonalität. Während gewissen Zeiträumen steigen oder fallen sie in den meisten Fällen. AMD ist hier einer dieser Kandidaten, wenn wir uns die letzten zehn Jahre anschauen. Insbesondere zum Ende des Jahres kann sich hier ein Einstieg lohnen.

Wie häufig im gesamten Aktienmarkt, gibt es dann in der ersten Januarwoche gleich einen Rücksetzer. Bis zum 4. oder 5. Januar sollten Sie die Aktie also maximal behalten.

AMD Saisonalität im Detail

Würden Sie heute die Aktie kaufen, hätten Sie aus Sicht der letzten zehn Jahre eine Chance von 90 Prozent, dass Sie am Ende einen Gewinn verbuchen können. Wenn Sie sich die Charts auf Seasonax.com anschauen, bekommen Sie hier diese Werte angezeigt. Sie gelten für den Zeitraum 22. November bis 5. Januar.

Im Klartext bedeutet das: Hätten Sie in den letzten 10 Jahren jeweils am 22. November AMD gekauft und am 5. Januar des nächsten Jahres wieder verkauft, läge Ihr Profit bei 306 Prozent auf das Jahr hochgerechnet.

Im Durchschnitt macht dieser Trade 18,45 Prozent Profit! Es gab nur ein negatives Jahr – das war 2014. Damals lag der Verlust in dem genannten Zeitraum bei 1,19 Prozent. Besonders erfolgreich war dagegen 2009. Dort machten Investoren ein Plus von 45,71 Prozent! Im vergangenen Jahr waren es übrigens 6,6 Prozent. Somit nur etwa ein Drittel des üblichen Durchschnitts. Vielleicht wird dieses Jahr wieder besser.

AMD ist im vergangenen Monat von 32 auf fast 42 US-Dollar gestiegen. Aktuell gab es einen kleinen Rücksetzer auf unter 39 US-Dollar. Vielleicht eine gute Einstiegschance, wenn die Saisonalität erneut erfolgreich zuschlägt.

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Üblicherweise läuft AMD bereits ab Ende Oktober sehr gut. Das hat es auch dieses Jahr getan. Insofern stehen die Vorzeichen schon einmal optimal, dass diese Idee aufgehen kann.

Maximaler Verlust während dem Trade

Hier gilt es fest daran zu glauben, dass die Handelsidee funktioniert. Zwischendurch kann die Aktie nämlich durchaus ins Minus fallen. Das kommt sogar in den meisten Fällen vor! Beispiele gefällig?

Im Jahr 2016 lag AMD zwischenzeitlich fast 5 Prozent im Minus, wenn Sie am 22. November 2016 gekauft hätten. Zeit zu verkaufen und die Verlust zu minimieren? Nein. Durchhalten war die Parole. Denn am 5. Januar konnte die Aktie mit einem Gewinn von 30,12 Prozent verkauft werden!

Auch im letzten Jahr bekam AMD noch einmal die Kurve. Käufer sahen maximal einen Verlust von 9 Prozent, um am Ende doch noch die 6,6 Prozent Rendite mitzunehmen.

Saisonalität garantiert nicht den maximalen Gewinn

Sie spielen hier mit dem Gesetz der großen Zahlen. Was in der Vergangenheit meist funktioniert hat, wird in Zukunft auch wieder funktionieren. Natürlich auch nicht immer. Das gehört dazu.

Der 5. Januar mag auch nicht der optimale Ausstiegszeitpunkt in jedem Jahr sein. Er war es in den Jahren 2010, 2012 und 2013. Gerade 2018 lag die Aktie nach ihrem Minus von 9 Prozent bereits 23,8 Prozent im Plus! Am 5. Januar diesen Jahres waren es dann aber eben nur noch 6,6 Prozent.

Wer natürlich langfristig investiert und die Saisonalität nutzen möchte, muss sich um solche Abweichungen keine Gedanken machen. Klar, ein bisschen optimieren geht immer: Schauen Sie sich den Chart an, achten Sie auf wichtige Unterstützungen und ziehen Sie Ihren Stoploss nach. Damit können Sie Gewinne absichern und laufen langfristig vermutlich noch besser.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.