Nvidia: Chip-Riese übertrifft mit kräftigen Wachstumsraten Analystenschätzungen

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Nvidia: Chip-Spezialist mit Umsatz- und Gewinnsprung. Ergebnisse deutlich über den Erwartungen der Analysten. Aktie nach starker Rally erst einmal im Seitwärtsgang (Foto: nVidia / Shutterstock.com)

Bislang liefern die großen US-Technologiekonzern beeindruckende Zahlen für das zurückliegende Quartal ab. So auch der Chipspezialist Nvidia, der mit seiner Geschäftsentwicklung die hohen Erwartungen der Analysten sogar übertreffen konnte. Auch die Prognose für den weiteren Jahresverlauf war nicht von schlechten Eltern. Allerdings warnte das Unternehmen die Investoren davor, dass es im vierten Quartal auf Lieferengpässe bei den Komponenten für die Herstellung seiner neuesten Chips und Systeme stoßen würde. Diese verhaltenen Aussagen trübten den Optimismus der Anleger leicht. Nach einer fulminanten Kursrally (+132% seit dem Jahreswechsel) wurde die Aktie in einer ersten Reaktion nach den Zahlen erst einmal abverkauft.

Nvidia im Portrait

Nvidia ist einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer und Spielkonsolen. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara, Kalifornien. Der Konzern besitzt keine eigenen Fertigungsstätten und arbeitet somit nach dem sogenannten Fabless-Prinzip.

In den letzten Jahren profitierte Nvidia stark vom Trend zur Künstlichen Intelligenz (KI). Ob in der Autoindustrie, der Medizin oder der Hirnforschung, überall sind die Prozessoren der Kalifornier im Spiel. Mit Hilfe der Hochleistungschips des US-Konzerns können die rechenintensiven Prozesse überhaupt erst umgesetzt werden.

57% Umsatzwachstum im dritten Quartal

Die gerade präsentierten Zahlen zur Geschäftsentwicklung hatten es in sich: Im zurückliegenden Quartal, das bis Ende September ging, kletterten die Umsätze um 57% auf 4,73 Milliarden Dollar in die Höhe. Damit wurden die Schätzungen der Analysten nochmals um 301 Millionen Dollar übertroffen.

Der Gewinn konnte ebenfalls kräftig auf 1,34 Milliarden Dollar gesteigert werdden. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahresquartal blieben „lediglich“ 889 Millionen Dollar Gewinn übrig. Je Aktie stand am Ende ein Gewinn von 2,91 Dollar in den Büchern. Auch das lag deutlich (um 13%) über den Erwartungen der Analysten.

Beeindruckendes Wachstum in der Rechenzentrums-Sparte

Ein genauerer Blick in die Zahlen verrät: Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wird immer wichtiger. Insbesondere die Grafikprozessoren für KI-Anwendungen und Deep Learning finden bei Kunden wie Amazon oder Google reißenden Absatz. Im dritten Quartal schossen die Umsätze in der Sparte um 162% auf 1,9 Milliarden Dollar nach oben.

Inzwischen macht das Geschäft 40% der gesamten Konzernerlösen aus. Das israelische Netzwerkunternehmen Mellanox, das Nvidia Anfang des Jahres übernommen hat, trug etwa ein Drittel zu den Verkäufen von Rechenzentren bei.

Spielesparte zeigt ebenfalls Zuwächse

Aber auch die Entwicklung im zweiten großen Geschäftsfeld, der Spielesparte, konnte sich mit einem Zuwachs um 37% auf 2,27 Milliarden Dollar durchaus sehen lassen. Die übrigen Geschäftsbereiche Automotive (-23% auf 125 Mio. Dollar ) und das Visualisierungsgeschäft (-27% auf 236 Mio. Dollar) mussten jedoch deutlich Federn lassen. Allerdings stehen die beiden Segmente auch nur für 7,6% der Konzernerlöse.

Management weiter zuversichtlich

Wie zuversichtlich der Konzern auf die weitere Jahresentwicklung blickt, macht der Ausblick deutlich: Nvidia rechnet für das Schlussquartal mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. Das liegt fast 400 Millionen Dollar über den bisherigen Konsensschätzungen der Analysten.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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