NVIDIA und Samsung überzeugen beim Fortschritt und bei der Bewertung

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An NVIDIA kommt im Bereich Grafikchips niemand vorbei und Samsung überzeugt mit Innovation und günstiger Bewertung. (Foto: nVidia / Shutterstock.com)

NVIDIA machte 2019 einen überzeugenden Eindruck – auch wenn der Umsatz um 7% auf 10,9 Mrd. $ und der Gewinn um 32% auf etwa 2,8 Mrd. $ gefallen sind.

Die Zahlen lagen im Rahmen unserer Erwartungen. Das Ausnahmejahr 2018 war geprägt von überdurchschnittlichen Zahlen aufgrund des Krypto-Hypes. Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 38,7% auf 3,08 Mrd. $. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 129,7% auf 1,47 $ pro Aktie. Trotz des Handelskrieges und der Corona-Krise konnte der Grafik-Konzern seine Marktführerschaft weiter ausbauen.

NVIDIA steht im Mittelpunkt der wichtigsten Technologietrends

Grafik, Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren und Big Data. Der Konzern strotzt vor Innovationskraft. Dabei leistete NVIDIA sogar einen Beitrag in der Bewältigung der Corona-Krise. Supercomputer, die viele Komponenten von NVIDIA verbaut haben, suchen nach neuen Wirkstoffen und helfen so bei der Findung von Impfstoffen und Medikamenten mit.

Dazu stellte NVIDIA seine Genomsequenzierungs-Software Parabricks den COVID-forschenden Wissenschaftlern frei zur Verfügung. Um die Rechenleistung für die Forschung auszubauen, wurde ein Portal errichtet, auf dem professionelle und Hobby-Gamer ihren Hochleistungsrechner anbinden und so dessen Leistung zur Verfügung stellen können.

NVIDIA gilt als wichtigster Hersteller von Grafikkarten in der Gaming-Szene. Neben diesen Highlights kann noch der Tegra-Prozessor erwähnt werden, der für die Realisierung des Autonomen Fahrens eine Schlüsselrolle einnehmen wird.

Unternehmensporträt

NVIDIA ist weltweiter Marktführer bei 3D-Grafikkarten-Chips. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet Grafikkarten-Prozessoren, Chipsätze und zugehörige Software-Produkte für Personalcomputer, Notebooks, Workstations und Spielekonsolen. Die Produkte werden bei Spielen, Industrie-Design und der digitalen Bildbearbeitung verwendet. Hauptkonkurrent ist AMD, aber auch Chipriese Intel droht, den High-End-Grafikprozessormarkt zu betreten.

Samsung Electronics überzeugt mit einer günstigen Bewertung

Samsung hatte 2019 mit den Überangeboten auf dem Halbleitermarkt und der rückläufigen Nachfrage nach Speicherchips und Smartphones zu kämpfen. Es mussten erhebliche Verkaufspreiseinbußen in Kauf genommen werden. Der Umsatz sank um 5,5% auf 230 Bio KRW. Unterm Strich ging der Gewinn um 51% auf 21,5 Bio KRW zurück. Damit sind die Zahlen auf dem Niveau von 2016. Allerdings handelt es sich hierbei um überwiegend kurzfristige Effekte. Ich rechne mit einer schnellen Erholung des Preisgefälles.

Samsung investiert in neue Produkte und Anwendungen

Der Weltmarktführer in Sachen Smartphones hat ein faltbares Handy auf den Markt gebracht, das gut von den Kunden angenommen wird. Zudem zieht die Nachfrage nach Speicherchips wieder an. Durch die Corona-Krise hat die Digitalisierung weltweit an Fahrt aufgenommen. Samsung wird von dieser Entwicklung profitieren. Weitere Wachstumsimpulse erhoffen wir uns aus dem Bereich Mobile Payment. Die physische Kreditkarte wird langfristig ausgedient haben. Das neue Bezahlmittel wird das Smartphone sein. Samsung hat weltweit die meisten Smartphones in Betrieb und wird diesen Wandel maßgeblich mitgestalten.

Die Zahlen für das 1. Quartal sind bereits wieder besser ausgefallen. Trotz Corona stieg der Umsatz um 5,6% auf 55,3 Bio KRW. Was für Samsung spricht, ist die günstige Bewertung und die dominierende Marktstellung in fast allen Bereichen, die etwas mit Elektronik zu tun haben.

Unternehmensporträt

Samsung Electronics Co. Ltd. ist der bedeutendste Produzent von Speicher-Chips und LCD-Fernsehern weltweit und der größte südkoreanische Elektronikartikel-Hersteller. Das Unternehmen produziert DVD-Spiele, Fernsehapparate, Videorekorder, Digitalkameras, Festplatten, PC-Monitore, Drucker und RAM-Speicherchips. Schwerpunkt sind mittlerweile Smartphones und zunehmend auch Tablets.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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