Öl: Kleine Produzenten auch interessant

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Bei steigenden Ölpreisen profitieren die Produzenten. Das können große Konzerne sein wie Shell oder BP. Das können aber auch kleine Produzenten sein wie Saturn Oil & Gas. (Foto: Christopher Halloran / shutterstock.com)

Lange Zeit war beim Ölpreis nicht viel los. Aber in den vergangenen 12 Monaten kam Bewegung beim Preis für den Schmierstoff der Weltwirtschaft: Der Ölpreis kletterte von 40 Dollar pro Barrel auf zuletzt knapp 80 Dollar an.

Sie können sich vorstellen, dass sich dabei die Aussichten vieler Ölkonzerne deutlich verbessert haben. Und tatsächlich sprudeln bei Royal Dutch Shell nicht nur die Ölquellen, sondern auch die Gewinne.

Aber dieser Sektor hat auch noch andere Seite. Viele kleine Ölfirmen sind aktiv und verdienen auch Geld. Denn wenn Ölquellen erfolgreich sind, kann dort 24 Stunden am Tag gefördert werden. Exemplarisch möchte ich Ihnen heute Saturn Oil & Gas vorstellen.

Eine erfahrene Öl-Mannschaft hat die Firma vor 18 Monaten übernommen und innerhalb eines Jahres zu einem profitablen Öl-Produzenten aufgebaut. Mittlerweile kann das Unternehmen auf mehr als 24 Sections Öl-Rechte in der Kindersley Region von Saskatchewan zugreifen. In der Nachbarschaft von Saturn befinden sich zahlreiche Öl-Produzenten und entsprechend ist die Region bereits entwickelt.

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Erst kürzlich hat Saturn mit der Akquisition von sieben weiteren Sections auf sich aufmerksam gemacht. Das Unternehmen war nach eigenen Angaben der aktivste Käufer von Öl-Rechten bei der Auktion Anfang Juni 2018. Für die sieben Sections hat das Unternehmen laut Mitteilung insgesamt weniger als 800.000 CAD geboten. Um die Öl-Rechte behalten zu können, muss der Inhaber innerhalb von fünf Jahren Investitionen vornehmen, ansonsten fallen die Förderrechte wieder zurück an den Staat.

Bei Saturn Oil & Gas stehen die Zeichen auf Wachstum

Das erste Quartal 2018 entwickelte sich positiv. Das Unternehmen hat rund 1,1 Mio. CAD Umsatz und 260.000 CAD Gewinn erwirtschaftet. Bis Ende August 2018 hat das Management nun Zeit, den Bericht für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres zu veröffentlichen. Nach den verlustreichen Jahren der Vorgänger und ihren Aktivitäten, sitzt das Unternehmen auf satten Verlustvorträgen von über 29 Mio. CAD, die nun einen echten Mehrwert durch eine entsprechende Steuerberücksichtigung bieten.

Das Management geht davon aus, dass spätestens im Jahr 2019 die 1.000 Barrel Marke bei der täglichen Produktionsmenge erreicht wird. Die Fixkosten dürften stabil bleiben und die Gewinnmarge somit deutlich zulegen. Unternehmen wie Saturn Oil & Gas sind nicht auf dem Radar der Masse der Investoren. Doch auch hier gilt: Es lohnt sich eben auch im Ölsektor manchmal außerhalb der bekannten Namen zu schauen. Und eins müssen Sie bedenken: Auch große Produzenten haben einmal klein angefangen. Wichtig ist erst einmal, dass die Produktion profitabel wächst.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.