Öl: Wohin geht der Preis jetzt?

Meine letzte Einschätzung zum Ölpreis traf ins Schwarze. Welche Entwicklung können Sie jetzt erwarten? Hier erörtere ich dies für Sie: (Foto: John Williams RUS / Shutterstock.com)

Um den Ölpreis ist es in den zurückliegenden 4 Wochen etwas ruhiger geworden.

Eine der bemerkenswertesten Neuigkeiten war die Aussage des Vorstands-Chefs eines großen Öl-Konzerns Mitte November:

Seiner Ansicht nach hatte der Ölpreis soeben einen Spitzenwert erreicht.

Solange es keine geopolitischen Verwerfungen gebe, werde sich der Kurs des „schwarzen Goldes“ bis zum Ende des Jahrzehnts in einer Bandbreite von 50 USD – 60 USD bewegen.

Da der Ölpreis der Sorte Brent Crude, die wir hier meistens betrachten, über 60 USD notierte, dürfte sich die Aussage wohl auf die Sorte Crude WTI (West Texas Intermediate) bezogen haben.

Falls Ihnen der Begriff „Sorte“ nichts sagt:

  • Brent ist die für Europa wichtige (in der Nordsee geförderte) Ölsorte.
  • Die Sorte WTI wird vorwiegend in den USA gehandelt.
  • Brent Crude ist ein Mix aus 15 verschiedenen Ölfeldern der Nordsee.

Crude Ölpreis: Noch 2 Jahre zwischen 50 USD und 60 USD?

Hier eine Grafik, in der ich die genannte Prognose-Bandbreite einmal grün unterlegt habe:

crude oil-future_11-12-2017

Öl, Sorte Crude: Bis Ende 2019 zwischen 50 USD und 60 USD?

Es ist leider nicht überliefert, ob der Ölpreis für die WTI-Sorte nun aufgrund der genannten Ölmanager-Aussage wieder den Rückwärtsgang einschaltete.

Ich halte mich da lieber an die Charttechnik, wie Sie wissen.

Die Bandbreite von 50 USD bis 60 USD macht charttechnisch durchaus Sinn: Insbesondere auf der Unterseite gibt es zahlreiche Unterstützungen auf diesem Niveau.

Dass die 60 USD-Marke jedoch bis Ende 2019 die Obergrenze darstellen soll, dafür würde ich „meine Hand nicht ins Feuer legen“…

Meine Ölpreis-Einschätzung vom 8. November 2017

Wir hatten zuletzt am 8. November 2017 auf den Ölpreis geschaut. Hier noch einmal meine Einschätzung von jenem Tag:

  • „Wir sehen im Ölpreis derzeit eine Übertreibung, die durch den Austritt aus dem Trend-Kanal angezeigt wird.
  • Die Annäherung des 50-Tage-Momentums an einen Widerstand lässt eher geringes Gewinn-Potenzial erwarten.
  • Das letzte Kaufsignal (durch das Momentum) datiert von Anfang August. Der Aufwärtstrend ist also schon etwas „in die Tage gekommen“.

Solange der Trend im 50-Tage-Momentum noch aufwärts weist, könnten bestehende Öl-Long-Investments gehalten werden.

Erste Gewinne könnten bei Erreichen des horizontalen Widerstands mitgenommen werden.

Wird der Aufwärtstrend im Momentum nach unten verlassen, dürfen Sie mit einer Korrektur des Ölpreises rechnen.“

Ölpreis: Es „riecht“ nach einem Kaufsignal

Schauen wir also einmal, wie sich der Preis für Brent-Crude-Oil-Future seither entwickelt hat:

brent-crude oil-future_11-12-2017

Ölpreis, Sorte Brent-Crude: Es „riecht“ nach einem neuerlichen Kaufsignal.

Meine Einschätzung war „perfekt getimt“:

Der Ölpreis gipfelte tatsächlich in jenen Tagen. Der horizontale Widerstand im 50-Tage-Momentum (pinkfarbene Linie) wurde nicht einmal mehr erreicht (gelber Kreis).

Ein Verkaufs-Signal (rote Vertikalen) wurde vom Momentum am 27. November 2017 generiert. Somit wäre ein Ausstieg in der Nähe des vorhergegangenen Hochs möglich gewesen.

Noch möchte ich die leichte „Verletzung“ des Abwärtstrends im Indikator nicht als Kaufsignal werten (blauer Kreis).

Allerdings erhöht die Tatsache, dass der Ölpreis in der vergangenen Woche exakt auf dem Aufwärtstrend wieder nach oben drehte, die Wahrscheinlichkeit für eine neue Rallye.

Sobald der Trendbruch „deutlicher sichtbar“ ist, wäre ein erneuter Einstieg auf der Long-Seite gerechtfertigt.

Im weiteren Verlauf sollte der Ölpreis ein neues Hoch markieren, um den Aufwärtstrend zu bekräftigen.

Dieses sollte dann auch durch ein höheres Hoch im 50-Tage-Momentum bestätigt werden.


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Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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