Ölaktien 2014: Exxon und Halliburton

2013 muss Exxon als weniger erfolgreiches Jahr abhaken.

Der Umsatz ging um 8,8% zurück und der Gewinn um 27,4%. Allerdings hatte der Konzern im Jahr zuvor mehr Geld mit dem Verkauf von Geschäftsbereichen verdient. Wie bei der Konkurrenz war auch bei Exxon das Raffinerie-Geschäft der große Schwachpunkt.

Das Spartenergebnis stürzte um 74% auf 3,45 Mrd $ ab. Ursächlich waren die lahmende Weltkonjunktur sowie gesunkene Öl-Importe der USA wegen des Schieferöl- und Gas-Booms.

Viel besser lief es im Kerngeschäft mit Öl und Gas

Hier schrumpfte das Ergebnis nur um 10% auf 26,8 Mrd $. Im US-Geschäft war das Ergebnis sogar um 7% gestiegen. In der Chemie-Sparte lag das Ergebnis mit 3,83 Mrd $ in etwa auf Vorjahresniveau. Auch hier konnte Exxon für den Heimatmarkt einen Ergebnisanstieg melden.

Die tägliche Öl- und Gasförderung sank um 1,5% auf 4,18 Mio Barrel. Anders als die Konkurrenz wird Exxon in Zukunft weniger auf Sparmaßnahmen und den Verkauf von Konzernteilen setzen, als auf die Erschließung neuer Vorkommen, um die versiegenden zu ersetzen.

Im laufenden Jahr will der Konzern rund 40 Mrd $ investieren, damit 10 größere neue Projekte an den Start gehen können. Entsprechend dürfte sich die Öl- und Gasförderung wieder um 2% erhöhen.

Buffett beteiligt sich an Exxon

An seine Anteilseigner hat Exxon im vergangenen Jahr etwa 26 Mrd $ in Form von Dividenden und Aktienrückkäufe verteilt. Diese Politik hat sich ausgezahlt. Die Aktie notiert nahe ihrem Allzeithoch.

Auch Großinvestor Warren Buffett scheint von Exxon überzeugt zu sein und hat sich mit 3,7 Mrd $ an dem Konzern beteiligt.

Unternehmensporträt

Exxon Mobil ist der weltgrößte nicht staatliche Energiekonzern. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst die Exploration und Produktion von Öl und Gas, die Produktion von Strom und die Förderung von Kohle und Mineralien.

Weitere Geschäftsbereiche sind Produktion und Vertrieb von Benzin, Ölprodukten und Chemikalien.

Halliburton: Rekordjahr trotz Gewinnrückgang

Halliburton hat das Jahr zwar mit einem Rekordumsatz abgeschlossen, der Gewinn ging jedoch um 19,4% zurück. Belastet hat ein Sonderaufwand von 1 Mrd $ im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Auf bereinigter Basis wäre der Gewinn um 2,1% auf 2,84 Mrd $ gestiegen.

Die Umsatz- und Ertragsentwicklung in den einzelnen Regionen war sehr unterschiedlich. Der Auslandsumsatz wuchs um 13,5%. Besonders gut liefen die Geschäfte in Europa/Afrika sowie Asien/Naher Osten.

In diesen Regionen konnte Halliburton auch die operative Marge verbessern, in Asien/Naher Osten sogar von 16 auf 17,1%. In den USA, die für mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes stehen, ging der Umsatz dagegen um 5% zurück. Gleichzeitig schrumpfte die operative Marge von 18,4 auf 16,9%. Das Überangebot an Service-Leistungen drückte auf die Preise.

In diesem Jahr will Halliburton den Gewinn zweistellig steigern

Ausgangsbasis ist der bereinigte Wert von 2,84 Mrd $. Im US-Geschäft erwartet der Konzern zudem ein 5%iges Umsatzwachstum sowie eine Verbesserung der operativen Marge um zwei Prozentpunkte.

Halliburton könnte vor allem von einem Anstieg der Explorations-Aktivitäten im Golf von Mexiko profitieren. Hauptwachstumstreiber wird aber das Auslandsgeschäft bleiben. Besonders Südamerika mit seinen riesigen Schiefergasvorkommen bietet gute Chancen.

Halliburton überzeugt mit soliden Fundamentaldaten und ist auf einem guten Weg, seine Abhängigkeit vom Heimatmarkt zu verringern. Die jüngsten Dividendenanhebungen sowie Aktienrückkäufe sprechen zusätzlich für den Konzern.

Unternehmensporträt

Halliburton ist nach Schlumberger der weltweit zweitgrößte Anbieter von Ausrüstungen und Dienstleistungen für den Bau und den Unterhalt von Ölplattformen und Raffinerien.

Daneben liefert das Unternehmen Technologien und Geräte für die Ölsuche und -bohrung, wertet Explorationsdaten aus und modernisiert veraltete Förderanlagen.


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23. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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