Ölpreis: 30% Plus in nur 3 Monaten

Jetzt startet auch der Ölpreis wieder durch. Seit einer Woche geht es kräftig nach oben.

Mit über 44 Dollar hat die Nordsee-Sorte Brent jetzt den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2015 erreicht.

Ganz aktuell wird der Preis von einem kurz bevorstehenden Treffen der wichtigsten OPEC-Länder und weiteren Ölförder-Ländern wie Russland angetrieben.

Im Vorfeld setzt sich jetzt bei vielen Experten die Meinung durch, dass auf dem Treffen am  kommenden Sonntag über Förder-Einschränkungen beraten wird.

Es ist auch gut möglich, dass immerhin das aktuelle Förder-Niveau eingefroren wird und es somit zu keinen weiteren Steigerungen kommt.

Auch das würde Druck vom Ölmarkt nehmen. Die zuletzt so stark gesunkenen Preise sind hauptsächlich auf das stark gestiegene Angebot und nur in einem geringeren Maße auf die schwächere Nachfrage zu schieben.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der aktuellen Preisentwicklung ist der US-Dollar.

Zuletzt war die amerikanische Währung auf den niedrigsten Stand seit 8 Monaten gefallen im Vergleich zu einem Währungskorb mit zahlreichen international maßgeblichen Währungen.

Der schwächere Dollar hat verschiedene Rohstoffe angetrieben – dazu zählen neben dem Öl auch die Edelmetalle. Gold steht hier an dieser Stelle oft im Fokus.

Doch Silber hat in den vergangenen Tagen deutlich stärker zugelegt und mit über 16 Dollar pro Feinunze den höchsten Stand seit Mitte Oktober 2015 erreicht.

Behalten Sie immer auch den Dollar im Auge!

Sie sehen hier einmal mehr: Rohstoffe hängen eben klar an der Entwicklung der Devisen – hier vor allem am US-Dollar.

So hat der Euro zum Dollar in nur 3 Monaten um knapp 5% aufgewertet. Ein solcher Unterschied macht sich schon klar bemerkbar.

Sehr viel heftiger war im gleichen Zeitraum aber der Preisaufschlag beim Öl. Bei der Nordsee-Sorte Brent ist in diesem wirklich kurzen Zeitraum der Preis um 32% gestiegen. Allein auf Sicht einer Woche schaffte der Ölpreis einen Zuwachs von fast 12%.

Hier sehen Sie einmal mehr wie schnelles an den Rohstoff-Märkten geht. Daher bleibe ich auch bei meiner Empfehlung:

Nur wenn Sie solche hohen Schwankungen in beide Richtungen mitmachen können, sollten Sie auch tatsächlich direkt auf Rohstoffe setzen.

13. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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