Ölpreis: Kurzfristige Korrektur gut möglich

Wie Sie wissen, kümmere ich mich an dieser Stelle hauptsächlich um die Edelmetalle. Dies ist ein extrem spannender Sektor mit vielen Marktbewegungen und aussichtsreichen Aktien.

Doch der Rohstoff-Sektor ist natürlich deutlich breiter aufgestellt:

Auf großes Interesse trifft natürlich auch immer die Entwicklung am Ölmarkt. Genau den möchte ich heute etwas genauer unter die Lupe nehmen:

Zuletzt war die Entwicklung extrem positiv beim Öl. Der Preis hat auf knapp 60 Dollar deutlich zugelegt.

Das maßgebliche Ereignis der vergangenen Wochen war sicherlich die Einigung der OPEC auf eine Angebots-Kürzung. Diese gilt nun seit Anfang Januar.

Hier wird sich in den kommenden Wochen zeigen müssen, ob die OPEC-Mitgliedsstaaten tatsächlich die Angebots-Kürzungen wie geplant durchführen.

Bislang hat allein Kuwait die Angebots-Kürzungen für die eigene Ölproduktion gemeldet.

Nun geht es darum, ob auch Saudi-Arabien, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate oder auch Venezuela und Angola ihr tägliches Ölangebot kürzen.

Saudi-Arabien muss tägliches Angebot um fast 500.000 Barrel kürzen

Die größte Bedeutung hat hier sicherlich Saudi-Arabien:

Hier soll die tägliche Produktion immerhin um 490.000 Barrel gekürzt werden. Dahinter folgt der Irak mit einer Kürzung um 210.000 Barrel und die Vereinigten Arabischen Emirate mit einer Kürzung um 140.000 Barrel.

Ob diese Kürzungen des täglichen Angebots tatsächlich dazu ausreichen, eine Stimmung der allgemeinen Angebots-Verknappung aufrechtzuerhalten, muss sich erst noch zeigen.

Weitere Impulse kann der Ölmarkt schon in dieser Woche aus den USA bekommen.

Dort wird die Energie-Behörde EIA eine erste Prognose zur Entwicklung des Angebots und der Nachfrage im Jahr 2018 vorlegen.

Sehr wichtig ist hier vor allen Dingen die Einordnung der Ölproduktion in den USA:

Sollte es dort wieder weiter nach oben gehen, ist es sehr gut möglich, dass sich das Bild eines überversorgten Marktes wieder bestätigt.

Das hätte, wie Sie sich vorstellen können, deutliche Auswirkungen auf die Preise und es gebe eine Tendenz zu einem fallenden Ölpreis.

Nach mehr als 50% Plus in 12 Monaten ist jetzt Korrektur gut möglich

Dazu müssen Sie eines wissen: Auf Jahressicht hat beispielsweise die Nordsee-Sorte Brent im Preis um rund 56 % zugelegt.

Das verdeutlicht Ihnen ganz klar: Eine Korrektur ist hier auf jeden Fall möglich.

10. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Heiko Böhmer. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt