Österreichs Immobilien-Aktien auf dem Vormarsch

Die steigende Nachfrage nach Wohnungen als Investitions-Objekte wirkt sich positiv auf diese beiden österreichischen Immobilien-Firmen aus. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die CA Immobilien Anlagen AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück.

Der nachhaltige, operative Cashflow (Recurring Funds from Operations kurz FFO) konnte um 13,6% auf 91,7 Mio. € gesteigert werden.

Die Jahres-Zielsetzung von 85 Mio. € wurde deutlich übertroffen. Die Netto-Mieterlöse legten um 8,5% auf 147,2 Mio. € zu.

Am Erfolg werden auch die Aktionäre beteiligt; die Dividende soll um 30% auf 0,65 € pro Aktie angehoben werden.

CA Immobilien erzielte große Erfolge in Deutschland, seinem größten Markt

Der Vermietungs-Grad konnte von 85,4 auf 93,9% gesteigert werden und liegt damit über dem Marktdurchschnitt.

Insgesamt wurden 38.300 qm Bürofläche neu vermietet oder die Mietverträge verlängert. Das entspricht einer Steigerung von beinahe 50% im Vorjahres-Vergleich.

Positive Impulse setzt das nach wie vor niedrige Zinsniveau:

Die letzten hochverzinsten Schuldverschreibungen laufen aus und führen zu einem kontinuierlichen Sinken der Finanzierungs-Kosten.

Die Zinsbelastung nahm um 33% auf 36,1 Mio. € ab.

CA Immo nutzt die günstigen Finanzierungs-Kosten und investiert kräftig:

Das Projekt-Volumen beträgt insgesamt über 2 Mrd. € und umfasst Aufträge wie die Europacity in Berlin, MY.O in München oder die Orhideea Towers in Bukarest.

Die geplante Verschmelzung mit der IMMOFINANZ verzögert sich um mind. 1 Jahr. Grund dafür ist eine Verzögerung in der Veräußerung des Russland-Portfolios von IMMOFINANZ.

Im laufenden Jahr möchte der Vorstand den FFO auf mindestens 100 Mio. € steigern.

CA Immobilien: Unternehmens-Porträt

CA Immobilien Anlagen AG hat ihren Sitz in Wien und Niederlassungen in sechs Ländern Zentraleuropas.

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Das Kerngeschäft ist die Vermietung, das Management und die Entwicklung von hochwertigen Bürogebäuden.

CA Immobilien verfügt über ein Immobilien-Vermögen von 3,8 Mrd. € in Deutschland (44%), Österreich (15%) und Osteuropa (41%).

UBM 2016 mit zweitbesten Ergebnis der Firmengeschichte

Aufgrund der noch unfertigen Arbeiten reichte das Ergebnis zwar nicht ganz an das Rekordjahr 2015 heran.

Mit dem gestiegenen Vorrats-Bestand und dem für 2017 vorgesehenen, beschleunigten Verkaufs-Programm dürfte UBM aber bereits im laufenden Jahr wieder neue Rekorde anpeilen.

Auch langfristig stellt sich der Ausblick der UBM Realitäten-Entwicklung AG positiv dar.

Die bestehende Entwicklungs-Pipeline stellt die Vollauslastung bis Ende 2018 sicher

Für einen Teil der Projekte hat sich die UBM Realitäten-Entwicklung AG bereits sehr gute Verkaufs-Preise gesichert.

Zu den laufenden Projekten zählen u. a. die Zentrale für Zalando in Berlin sowie der Gewerbe-Immobilien-Komplex Leuchtenbergring in München.

Darüber hinaus arbeitet UBM an weiteren Projekten, deren Fertigstellung für 2020 vorgesehen ist, darunter 2 Bürohäuser mit einer Fläche von 44.000 qm sowie ein Wohnprojekt mit 520 Wohnungen.

Die Fertigstellungen will das Management dazu nutzen, um die Netto-Verschuldung von 690 Mio. € bis zum Jahresende auf unter 550 Mio. € zu reduzieren.

Gleichzeitig will das Unternehmen 400 Mio. € in die Zukunft investieren und die Profitabilität durch ein Effizienzsteigerungs-Programm verbessern.

Angesichts der guten Auftragslage und des geplanten Schuldenabbaus dürfte sich das Zahlenwerk weiter verbessern.

Dabei erscheinen UBM-Aktien mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von deutlich unter 1 unterbewertet und locken mit einer sehr attraktiven Dividendenrendite von nahezu 5%.

UBM: Unternehmens-Porträt

UBM hat sich auf die Immobilien-Entwicklung fokussiert und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis hin zum Verkauf ab.

Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.