Gutes Zeichen: Offener Immobilienfonds UniImmo wieder “geöffnet”

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Run auf Fondsgesellschaften wieder vorbei: unbemerkt mehr Sicherheit mit diesen Fonds (Foto: Best Backgrounds / shutterstock.com)

Die Katastrophe am Markt für offene Immobilienfonds ist mittlerweile wieder vorbei – oder zumindest eingeschränkt. Der erste größere Fonds ist wieder “geöffnet”: der  UniImmo-Fonds nimmt Anteile zurück.

Die Probleme am Markt sind damit zwar nicht gänzlich gelöst, aber ein positives Zeichen sehen wir darin – Immobilienpreise und das Verhalten von Investoren beruhigen sich wieder. Konkret empfehlen wir Ihnen jedoch einen anderen als diesen offenen Fonds.

Immobilien in Asien mehr wert

Der UniImmo-Fonds hat massiv in Asien investiert.  Dies war der Grund für das hohe Minus, das zu einem Run auf die Anteile führte. Der Markt fürchtete eine starke Kontaminierung in Tokio, das heißt die Verstrahlung und Neubewertung der Immobilien in Japan. Laut Union Invest, der Muttergesellschaft, ist diese Gefahr jedoch weit gehend gebannt.

Zur Zeit wurden die sieben Immobilien in Japan mit einem Minus von 26,5 Millionen Euro neu bewertet. In Singapur ergab sich für die Union Invest sogar eine positive Korrektur nach oben: insgesamt hat der Fonds damit 20,2 Millionen Euro verloren.

Diese neuen Zahlen sowie die damit verbundene Ruhe unter Investoren haben jetzt zur Wiedereröffnung bei der Rücknahme der Fondsanteile geführt. Achtung: wenn Sie investiert hatten, müssen Sie “nur” noch ein Minus in Höhe von etwa 2,6% auf Jahresbasis hinnehmen.

Minus überschaubar

Bei offenen Immobilienfonds durften Investoren über lange Jahre zwar davon ausgehen, dass diese kein Minus erwirtschaften. Diese Hoffnung aber hatte sich in den vergangenen 18 Monaten bei einem Fondsvolumen von mindestens 25% des Gesamtmarktes schon zerschlagen.

Diese Anteile konnten Sie als Investor nicht zurückgeben, weil der Run auf die Gesellschaften eingesetzt hatte und Abschreibungen auf verschiedene Objekte nötig waren. Eine Katastrophe jedoch hat die Branche nicht erlebt.

Unsere Empfehlung dazu lautete jeweils: verkaufen Sie Ihre Anteile im Zweifel nicht. Die Kurse werden sich erholen – sichtbar auch an den verschiedenen Fondsbörsen. Diese Einschätzung hat sich sowohl für den UniImmo-Fonds als auch für andere Fonds inzwischen bestätigt. Das Minus blieb überschaubar.

Branche birgt weiter Gefahr

Allerdings warnen wir davor, dass die Branche sich jetzt schnell wieder als der alte Sicherheitshort präsentieren wird. UniImmo hat sich aktuell erholt. Andere Fonds sind noch in Abwicklungsprozessen. Daher beschränken wir uns auf  unseren Favoriten.

Der “HausInvest” hat seine Investments weiterhin im Griff und erwirtschaftet etwa 4% Rendite. Die Anteile sind börsenhandelbar – und die Rendite in Teilen steuerbegünstigt. Dies ergibt sich aus der Besteuerung im Ausland.

GeVestor.de meint: vor allem jedoch warnen wir vor Investments in Dachfonds, die auf offene Immobilienfonds setzen. Diese sind selbst inzwischen stark unter Druck geraten. Daher nehmen wir die Wiedereröffnung des offenen Immobilienfonds UniImmo als gutes Zeichen für Immobilien-Investments. Mehr nicht.

Empfehlung bleibt weiterhin der “HausInvest”: als Beimischung in einem sicherheitsorientierten Depot.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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