Oktober 2020: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Tepper

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Die 3 Top-Positionen von David Tepper: Hedgefondslegende setzt voll auf E-Commerce-Riesen Alibaba und Amazon. TMobile-US nach massiven Zukäufen ebenfalls auf dem Treppchen (Foto: testing)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top Investors David Tepper vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von knapp 11,4 Milliarden US-Dollar (lt. Forbes) und einem Jahresverdienst von bis zu 3,5 Milliarden Dollar (2009) zählt Tepper zu den bestbezahltesten Fondsmanagern an der Wallstreet.

Dabei begann die Karriere des mittlerweile 59 jährigen, aus gutbürgerlichen Verhältnissen in Pittsburgh stammenden Managers, recht unspektakulär. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität seiner Heimatstadt und begann seine berufliche Laufbahn 1980 als Kreditanalyst in einer Bank. Er fühlte sich aber dort nicht wohl und bildete sich an der Carnegie Mellon Universität weiter, wo er seinen Master-Abschluss erwarb.

Doch nach ersten Branchenerfahrungen begann Tepper im Jahr 1985 bei der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, wo er geradezu einen bilderbuchmäßigen Karriereaufstieg hinlegte. Bereits ein halbes Jahr nach dem Eintritt als Kreditanalyst leitete Tepper den Handelstisch für hochverzinsliche Wertpapiere. Nach dem sich Tepper acht Jahre lang mit notleidenden Firmen bei der Investmentbank beschäftigte, gründete er 1993 seinen eigenen Hedgefonds (Appaloosa Management).

Seinem Stil blieb er treu und fokussierte sich hauptsächlich auf Unternehmen in Schieflagen. Damit erzielte er herausragende Gewinne für seine Investoren. Über 20 Jahre erwirtschaftete Tepper immerhin 25,7% pro Jahr und damit eine Überrendite zum S&P 500 Index von beeindruckenden 15,9% pro Jahr.

Seine aktuell drei größten Aktienpositionen sind folgende:

Alibaba

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 12,6% ist die Alibaba-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von rund 730 Millionen Dollar an dem Konzern.

Das Kerngeschäft von Alibaba ist der Betrieb von Verkaufsplattformen im Web. Die wichtigsten sind der international ausgerichtete B2B-Marktplatz Alibaba.com, das C2C-Portal Taobao mit seiner B2C-Abspaltung Tmall, das Sonderangebotsportal Juhuasuan, das auf China beschränkte B2B-Portal 1688.com und die Plattform AliExpress, die es Privatleuten erlaubt, Produkte zum Großhandelspreis zu erwerben. Mit Alibaba Cloud betreibt das Unternehmen zudem Cloud-Server und verwandte Dienste, während Alimama Marketing-Tools bereitstellt. Alipay ist ein eigener Zahlungsdienstleister mit Treuhanddienst, der zur Ant Financial-Tochtergesellschaft  gehört. Dazu kommt die Logistikgesellschaft Cainiao, die in Kooperation mit anderen chinesischen Unternehmen betrieben wird, und experimentelle Unternehmungen wie die Hema-Supermärkte, in denen per App gezahlt wird.

Zuletzt kam der Internetriese bei einem Quartalsumsatz (2. Quartal) von 21,71 Milliarden Dollar auf einen Nettogewinn in Höhe von 6,71Milliarden Dollar.

Amazon

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von knapp 10,8% ist die Amazon-Aktie. Das liegt auch an der starken Kursentwicklung, da die Aktie seit dem Jahreswechsel mit gut 74% im Gewinn liegt. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von knapp 620 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 0,04% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Mit Amazon setzt der Fondsmanager auf einen der größten Onlinehändler und Cloud-Anbieter der Welt.

Im zurückliegenden Quartal erzielte der Technologiegigant einen Umsatz von 88,91 Milliarden Dollar, was 40% über dem vergleichbaren Vorjahresquartal lag. Der Gewinn schnellte sogar um 99% auf 5,24 Milliarden Dollar in die Höhe.

T-Mobile US

Drittgrößte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von rund 10,6% ist die Aktie des Mobilfunkanbieters T-Mobile US. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von 614 Millionen Dollar an dem Unternehmen, nachdem er die Position zuletzt um 666% ausgebaut hat.

Die T-Mobile US ist einer der größten Mobilfunkanbieter in den Vereinigten Staaten von Amerika im Wettbewerb stehend mit AT&T Wireless, U.S. Cellular und Verizon Wireless. Das Unternehmen entstand 2001 durch die Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom.

Zuletzt vollzog der Konzern die lang angepeilte Fusion mit dem Rivalen Sprint. Das neue Unternehmen will eine starke Nummer drei auf dem US-Mobilfunkmarkt hinter den Platzhirschen AT&T und Verizon werden – mit 140 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 77 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss war in den vergangenen Jahren schon zwei Mal gescheitert, ein dritter Anlauf wurde zuletzt von den Behörden aber genehmigt.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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