Oracle: Aktie des Technologie-Konzerns geht nach starken Zahlen durch die Decke

Der Cloud-Boom sorgt bei Oracle, einem der weltweit führenden Anbietern von Soft- und Hardware-Produkten, für ein sattes Ertrags-Plus. (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Das konnte sich wahrlich sehen lassen. Um beeindruckende 18 Mrd. € stieg der Marktwert der Oracle-Aktie in die Höhe – und das an nur 1 Tag.

Der beeindruckende Kurssprung gestern von gut 10% war der Vorlage von überzeugenden Quartalszahlen geschuldet.

Denn hier hat sich deutlich gezeigt, dass der Cloud-Boom für einen regelrechten Etragsschub sorgt.

Oracle im Porträt

Der US-Konzern Oracle gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Soft- und Hardware-Produkten.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Computer-Hardware und -Software für Firmenkunden – v. a. des Datenbank-Systems Oracle Database.

Oracle zählt zu den weltweit größten Software-Herstellern gemessen am Umsatz.

Der Technologoie-Konzern beschäftigt mehr als 135.000 Mitarbeiter und hat 420.000 Kunden in 195 Ländern.

Zu Oracles Kunden gehören sowohl Privat- als auch Geschäftskunden.

Kleineren wie größeren Firmen, Regierungs-Organisationen oder Behörden bietet Oracle umfassende Pakete sowie ergänzende Services.

Und man entwickelt in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Kunden individuelle Lösungs-Konzepte.

Auch Privat-Kunden können sich aus dem Produkt-Portfolio für ihre Zwecke geeignete Software und Hardware zusammenstellen.

Gewinn klettert um knapp 15% in die Höhe

Unterm Strich waren die vorgelegten Geschäftszahlen absolut robust. Über alle Geschäftsbereiche stieg der Umsatz auf 10,9 Mrd. € (+3%).

Deutlich stärker ging es aber beim Gewinn nach oben:

Im 4. Quartal kletterte der Nettogewinn um fast 15% auf 3,2 Mrd. Dollar. Das entspricht einem Gewinn in Höhe von 0,89 Dollar je Aktie.

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Für Sie zum Vergleich: Die Analysten waren im Vorfeld lediglich von 0,76 Dollar je Anteilsschein ausgegangen.

Hardware-Geschäft im Rückwärtsgang

Trotz der euphorischen Reaktion der Anleger gab es auch Schattenseiten im Zahlenwerk. Schwach zeigten sich nämlich abermals die Umsätze im Hardware-Geschäft.

Hier purzelten die Erlöse immerhin um 13,2% auf „nur“ noch 1,11 Mrd. Dollar in den Keller.

Das klassische Geschäft mit Software-Lizenzen konnte mit einem Umsatz-Rückgang von 5,1% auf 2,63 Mrd. Dollar ebenso wenig glänzen.

Die Cloud soll es richten

Richtig stark war hingegen die Entwicklung im Cloud-Geschäfts. Mit einem Umsatz-Zuwachs von 60% auf 1,4 Mrd. Dollar ging der Geschäftsbereich regelrecht durch die Decke.

Für Sie zur Information:

Beim Cloud Computing werden IT-Produkte wie Anwendungs-Programme oder Speicherplatz nicht mehr im System des Kunden vorgehalten, sondern über das Internet abgerufen.

Zu einer deutlich stärkeren Bilanz trug auch die im vergangenen Jahr für 9,3 Mrd. Dollar übernommene Firma Netsuite bei.

Durch Netsuite kann es Oracle im Cloud-Geschäft mit den Wettbewerbern Workday und Salesforce.com aufnehmen.

Für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr erzielte Oracle bereits einen wiederkehrenden Umsatz aus dem Cloud-Segment von über 2 Mrd. US Dollar.

Das ist mehr als der Erzrivale Salesforce.com abgesetzt hat.

Dividende wird um gut 1/4 erhöht

Nach den guten Ergebnissen hebt der amerikanische Software-Konzern seine Quartals-Dividende um 26% auf 19 US-Cents je Aktie an.

Auf das Jahr hochgerechnet erhalten die Aktionäre damit 0,76 US-Dollar.

Bei einem aktuellen Kurs von gut 50 Dollar beträgt die Dividendenrendite (Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs) 1,52%.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.