Oracle-Aktie: SAP-Rivale enttäuscht Anleger mit schwachem Ausblick

Das Geschäft mit der sogenannten Cloud, also Dienstleistungen in der Datenwolke, ist weiterhin in aller Munde.

Das ist auch kein Wunder, sorgen die exorbitanten Wachstumsraten doch immer wieder für Erstaunen bei den Anlegern.

So ist es auch bei dem US-Software-Riesen Oracle, der gerade seine Geschäft-Ergebnisse vorgelegt hat – auch wenn die Aktie mit leichten Kursverlusten reagiert.

Am Cloud-Bereich lag es nicht, denn hier waren die Zuwachsraten wieder einmal mehr als beeindruckend.

Unterm Strich schmerzt der Kursrückgang, dürfte die Langfrist-Anleger aber wenig stören.

Denn mit einem Kurs-Plus von knapp 30% im zurückliegenden 12-Monats-Zeitraum liegen die Oracle-Papiere weiterhin gut im Rennen.

Einer der weltweit führenden Software-Konzerne

Oracle gehört mit mehr als 135.000 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Anbietern von Soft- und Hardware-Produkten.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Computer-Hardware und -Software für Firmenkunden, v. a. des Datenbank-Systems Oracle Database.

Insgesamt bedient der US-Konzern mit Hauptsitz im kalifornischen Redwood City mehr als 420.000 Kunden in 195 Ländern.

Oracle mit kräftigem Wachstum…

Ein Blick in die Bilanzen des Konzerns zeigt Ihnen, wie stramm die Firma in den vergangenen Jahren gewachsen ist.

Immerhin kletterten die Umsätze von 9,47 Mrd. Dollar in 2002 auf 37,7 Mrd. Dollar im vergangenen Geschäftsjahr.

Auch die Gewinn-Seite entwickelte sich durchaus vielversprechend:

Zuletzt erzielte der Software-Riese eine Gewinnmarge von 24,74%, was einem beachtlichen Gewinn von 9,33 Mrd. Dollar entspricht.

Die schwächste Gewinnmarge in den letzten 15 Jahren lag übrigens bei 22,87% im Jahr 2010.

…nicht zuletzt durch Übernahmen

Dabei erzielte Oracle einen Großteil des Wachstums durch Übernahmen:

  • ob der Kauf von Sun Microsystems für 7,4 Mrd. Dollar in 2009,
  • des Cloud-Dienstleisters Micros für 5,3 Mrd. Dollar in 2014
  • oder der 9,3 Mrd. Dollar schwere Zukauf von Netsuite im vergangenen Jahr.

Die Transaktionen bildeten die Basis für die Expansions-Strategie. Mit den letzten Zukäufen hat Oracle v. a. sein Portfolio an Cloud-Anwendungen deutlich ausgebaut.

Guter Start ins neue Geschäftsjahr

Im 1. Quartal des Fiskaljahres 2018 konnte der US-Technologie-Konzern sein Wachstum weiter fortsetzen:

Die Umsätze verbesserten sich auf 9,18 Mrd. Dollar (+7% gegenüber dem Vorjahr).

Besonderen Rückenwind erhielt Oracle durch den Nachfrageschub im Cloud-Geschäft; hier explodierten die Erlöse regelrecht um 51% auf 1,46 Mrd. Dollar.

Belastet hat hingegen der Rückgang im Geschäft mit klassischen Software-Lizenzen (-6%) und das schwache Abschneiden der Hardware-Sparte (-5%).

Unterm Strich legte der Netto-Gewinn um 21% auf 2,21 Mrd. Dollar zu. Pro Aktie blieben damit 52 Cent an Gewinn hängen (+19%).

Schwacher Ausblick sorgt für Unmut

Während die vorgelegten Ergebnisse durchaus okay waren, sorgte der Ausblick für Enttäuschung unter den Anlegern.

Der Software-Riese prognostiziert ein Ergebnis zwischen 64 und 68 Cent je Aktie für das 2. Quartal, das im November endet.

Bislang waren die Finanz-Analysten noch von 68 Cent je Anteilsschein ausgegangen.

Bei den Erlösen im Cloud-Geschäft erwartet Oracle nur noch einen Zuwachs von 39 – 43%.

Für Sie zum Vergleich: Im abgelaufenen Quartal war die Wachstums-Dynamik mit einem Plus von 51% noch deutlich höher.


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19. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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