Ordentlich PS für Ihr Depot?

BMW Lenkrad RED – shutterstock_522440434 Roman Vyshnikov

Leistung hat viele Gesichter. Manchmal wird Leistung auch komplett neu definiert. Wie gerade von vielen potenziellen Autokäufern. Was das für BMW bedeutet. (Foto: Roman Vyshnikov / Shutterstock.com)

Was halten Sie von einer Dividende von mehr als 5%? Klingt gut, oder? Doch was ist eine Dividende wert, die schon bald wegbrechen könnte? Automobilkonzerne befinden sich im Umbruch. Kunden denken anders und PS-Protze sind bei vielen jungen Menschen nicht mehr so gefragt. Rechnet es sich da überhaupt noch, auf Aktien wie die von BMW zu setzen? Wir haben für Sie die Analyse gemacht und herausgefunden, ob BMW mehr zu bieten hat, als mehr als 5% Dividendenrendite.

Die BMW Group gehört mit ihren Marken BMW, Mini und Rolls Royce zu den weltweit führenden Herstellern von Pkws des gehobenen Preissegments. Motorräder und Finanzdienstleistungen runden die Produktpalette ab. Der Konzern betreibt 28 Produktionsstätten in 13 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 150 Ländern.

Mehr Produktion vor Ort

Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mrd € für ein EU-Kartellverfahren haben BMW das 1. Quartal verhagelt. Der Konzern soll mit VW und Daimler illegale Absprachen zu technischen Möglichkeiten einer Abgasreinigung getroffen haben. Weitere Belastungsfaktoren waren gestiegene Investitionen in die E-Mobilität und in die Modernisierung der Fabriken sowie höhere Rohstoffpreise. Wegen der Rückstellung ist das Vorsteuerergebnis in der Auto-Sparte in den roten Bereich gerutscht.

Weil es aber in den anderen beiden Sparten besser lief, konnte sich BMW unter dem Strich noch in die schwarzen Zahlen retten. Der Umsatz lag leicht unter Vorjahresniveau, beim Absatz erzielte der Konzern aber einen Rekordwert von 605.333 Fahrzeugen. In China hat BMW sogar 10% mehr Autos verkauft. Für Rückenwind sollen in den kommenden Quartalen der Modellwechsel in der 3er- Reihe und beim X5 sowie der neue X7 sorgen.

Zudem ist der Konzern mit seiner global ausgewogenen Produktion weniger anfällig für Schwankungen als andere Autobauer. Um Handelskonflikten zu entgehen, werden künftig noch mehr Autos dort produziert, wo sie auch verkauft werden.

Bleiben Sie besser an der Seitenlinie!

Unabhängig davon will BMW sparen und effizienter werden. Bis 2022 sollen die Kosten um mehr als 12 Mrd € gesenkt werden, vor allem in Einkauf, Entwicklung und Fertigung. Und dank der Digitalisierung sollen neue Modelle künftig deutlich schneller auf den Markt kommen als bisher.

Für das Gesamtjahr hat das Management einen deutlichen Rückgang des Vorsteuerergebnisses sowie eine operative Marge von nur noch 4,5 bis 6,5% in der Auto-Sparte prognostiziert. Die Aktie ist solide, zudem gibt es eine stattliche Dividende. Für defensive Investoren bei Schwäche kaufenswert!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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