Paketdienste profitieren vom Online-Shopping

Die Paketdienste verzeichnen Dank des boomenden Online-Handels gute Bilanzen und investieren kräftig in den Ausbau ihrer Netzwerke. (Foto: lightlens / Shutterstock.com)

Vom Online-Shopping profitieren die KEP-Dienste (Kurier-, Express- und Paketdienste).

Bei UPS geht’s weiter bergauf

Daher setzte sich auch bei UPS der starke Wachstumstrend im Business-to-Consumer-Bereich (B2C) dank des boomenden Online-Handels fort.

Der Umsatz erhöhte sich im 2. Quartal um 7,7%.

Das Paket-Volumen verbesserte sich im Tages-Durchschnitt um 2,5%, wobei die UPS-„Next Day Air“-Produkte und die „Ground“- Produkte um 5,6 bzw. 2,4% zulegten.

Im Paketbereich erwarten wir aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiterhin steigende Volumina.

Im internationalen Geschäft gibt UPS Gas und baut sein Paketgeschäft in der Schweiz massiv aus.

Dabei liegt der Fokus auf den 3 großen Ballungsregionen Zürich, Genf und Basel – die Rosinen im Paketmarkt.

Auch in Österreich will UPS zulegen und fokussiert das Geschäft stark auf Sendungen zwischen Unternehmen (B2B).

Positive Entwicklung bei FedEx nach TNT-Express-Übernahme

FedEx hat in seinem 4. Quartal dank höherer Preise und eines gestiegenen Paket-Volumens besser abgeschnitten als erwartet.

Die Übernahme des niederländischen Rivalen TNT Express schob die Geschäfte an.

Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts wiederum ist wesentlich abhängig von

  • der Konjunktur-Entwicklung,
  • den internationalen Handelsströmen
  • und der damit verbundenen Preis-Entwicklung.

Wettbewerbs-Intensität und Preisdruck waren in diesem Bereich hoch.

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Das hat Expeditors zu spüren bekommen: Der Umsatz ist zwar um 13,3% gestiegen, aber der Gewinn blieb 6,3% hinter dem Vorjahres-Ergebnis zurück.

Die Deutsche Post wird grün

Bei der Deutschen Post DHL ist der Umsatz in dieser Sparte im 2. Quartal um 4,2% gestiegen.

Ein wesentlicher Treiber für den Anstieg bei Parcel Europe ist die erstmalige Konsolidierung des Geschäfts von UK Mail in Großbritannien nach dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme im Dezember.

Die Deutsche Post hat kräftig in den Ausbau der Paket-Infrastruktur und in die Produktion der Street-Scooter-Elektrofahrzeuge investiert.

Die Sparte Express hat ihre Drehkreuze erweitert sowie die Flugzeugflotte modernisiert und vergrößert.

Zukünftig wird der Konzern seine Aktivitäten noch stärker auf emissionsneutrale Logistik-Konzepte ausrichten.

Bis zum Jahr 2050 will die Deutsche Post alle logistikbezogenen Emissionen auf 0 reduzieren.

Der klassische Brief wird zum Auslaufmodell

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäfts-Entwicklung der Deutschen Post DHL und der Österreichischen Post von weiteren internationalen Trends beeinflusst.

Die bringen zwar Risiken, aber auch Chancen mit sich:

Im Briefbereich wird der klassische Brief verstärkt durch elektronische Post wie E-Mail und WhatsApp ersetzt. Die Rede ist von Rückgängen in der Größenordnung von 3 – 5% pro Jahr.

Deshalb optimiert die Österreichische Post sowohl in der Brief- als auch in der Paket-Logistik ihre Prozesse zur weiteren Kosten-Einsparung und Effizienz-Steigerung.

Sowohl im Brief- als auch im Paket-Geschäft wirkte sich bereits die Einführung einer vereinfachten Produkt-Struktur rund um das neue Produkt „Päckchen“ – ein speziell auf die Anforderungen des E-Commerce-Marktes ausgerichtetes Angebot – positiv auf den Umsatz aus.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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